Die Feuerwehr Wutach braucht ein neues Feuerwehrfahrzeug. Ersetzt werden muss ein Löschfahrzeug, das bereits 35 Jahre auf dem Buckel hat. Die Ersatzbeschaffung ist laut Feuerwehr-Bedarfsplan unumgänglich. In jüngster Gemeinderatssitzung wurde nun der Auftrag für die Neubeschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF 10 mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 340.842 Euro in Auftrag gegeben. Wie Bürgermeister Christian Mauch in der Sitzung erläuterte, konnte man beim Fahrzeugkauf von einer interkommunalen Zusammenarbeit profitieren.

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„Auch die Gemeinden Wutöschingen und Albbruck brauchen ein neues Feuerwehrfahrzeug des gleichen Typs“, sagte Mauch und fügte an, dass man sich deshalb dazu entschlossen habe, die Beschaffungen gemeinsam zu tätigen. „Somit konnte man günstigere Konditionen aushandeln“, erläuterte der Rathauschef. Die Gemeinde muss die Kosten für das Fahrzeug nicht komplett alleine stemmen. Bewilligt ist nach Auskunft der Verwaltung bereits ein Zuschuss in Höhe von 92.000 Euro. Ein weiterer Zuschuss von 200.000 Euro sei in Aussicht gestellt.

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Auf die europaweite Ausschreibung, die von den drei Gemeinden gemeinsam getätigt worden war, waren verschiedene Angebote eingegangen. Separat ausgeschrieben wurden das Fahrgestell, der Aufbau und die Beladung. Bei der Auswertung der Angebote war nach den Worten des Bürgermeisters nicht alleine der Preis ausschlaggebend. Auch Technik, Service, Folgekosten flossen beispielsweise mit in die Bewertung ein, wobei auch die spezifischen Anforderungen der Wutacher Feuerwehr berücksichtigt wurden.

Angeschafft wird ein Löschgruppenfahrzeug LF 10, wie es bei der Feuerwehr Weizen bereits im Einsatz ist.
Angeschafft wird ein Löschgruppenfahrzeug LF 10, wie es bei der Feuerwehr Weizen bereits im Einsatz ist. | Bild: Dietmar Noeske

Das passendste Angebot beim Fahrgestell hatte demnach die Firma MAN zum Angebotspreis von 89.773 Euro abgegeben, beim Aufbau war es die Firma Magirus (205.764 Euro) und bei der Beladung die Firma Wilh. Barth (45.304 Euro). Die Gesamtkosten summieren sich demnach auf 340.842 Euro (abzüglich der Zuschüsse). Im Haushalt stehen 350.000 Euro zur Verfügung. Damit habe man quasi eine Punktlandung geschafft, meinte der Bürgermeister.

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Eng in die Planungen miteinbezogen worden waren der Wutacher Gesamtkommandant Andreas Kaiser und der Abteilungskommandant Ewattingen Stefan Keller sowie weitere Feuerwehrkameraden aller drei Wutacher Abteilungen. „Es war eine konstruktive Zeit, über die notwendige Aufbau- und Gerätetechnik sind wir uns schnell einig geworden“, blickte Andreas Kaiser auf die Planungsphase zurück.

Chance für günstige Konditionen

Auch rund um den Ratstisch war man sich einig: Es ist Zeit etwas zu tun, die Chance der günstigen Konditionen sollte genutzt werden. „Wir brauchen eine schlagkräftige Feuerwehr“, meinte Frank Grieshaber, der allerdings die Zeit der Anschaffung in coronabedingt finanziellen Engpässen als nicht optimal bezeichnete. Auch für Wolfgang Dornfeld war die Notwendigkeit keine Frage. Er machte noch darauf aufmerksam, dass die Gemeinde ja beabsichtige, das Altfahrzeug zu verkaufen. „Das trägt auch noch zur Finanzierung bei.“

Einstimmig wurden in der Sitzung letztendlich die Aufträge für die Neubeschaffung des LF 10 an die genannten Firmen vergeben. Bis das neue Fahrzeug geliefert wird, wird aber noch einige Zeit ins Land ziehen.

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