Esther Scherble (37) ist seit Juni neue Integrationsmanagerin der Stadt Bonndorf. Für ihr neues Aufgabenfeld bringt sie viel Erfahrung aus ihrer Tätigkeit beim Landkreis Waldshut mit. Sie leitete zeitweise bis zu sieben vom Landkreis betriebene Flüchtlingsunterkünfte, war unter anderem auch für den Raum Bonndorf zuständig. 2019 orientierte sie sich beruflich um, betreute im Jobcenter Personen mit Anspruch auf berufliche Rehabilitation und Schwerbehinderte im Fallmanagement.

Esther Scherble stammt aus Bonndorf und ging hier zur Schule. Nach der Ausbildung als Fachkraft Lagerwirtschaft und Berufsjahren in einem Stühlinger Unternehmen entschied sie sich, die Fachhochschulreife in Freiburg abzulegen und ein Studium Wirtschaftssprachen Asien und Management zu absolvieren. Sie habe schon immer Freude an Sprachen, anderen Kulturen und den dortigen Menschen gehabt, erzählt sie im Gespräch. Deshalb habe sie auch berufliche Zeit unter anderem in Indonesien verbracht, wo sie sich in Entwicklungshilfeprojekten engagiert habe.

Ihr Aufgabengebiet als Integrationsmanagerin ermögliche ihr, wie sie sagt, nun wieder mehr Arbeitszeit im sozialen Bereich. Zunächst wolle sie sich einen Überblick über die Situation in der Gesamtstadt verschaffen, um dann gezielt arbeiten zu können. Wichtig erscheint ihr, ihrer Klientel die Möglichkeit zu verschaffen, sich eine eigene Gemeinschaft aufzubauen, die in der Gesellschaft integriert ist. Integration aus ihrer Sicht könne nur durch Mithilfe und Bereitschaft verschiedener Akteure vollumfänglich gelingen. Sie baue daher auf Bereitschaft und gute Zusammenarbeit mit den hiesigen Akteuren, sie freue sich darauf. Esther Scherble hat die Nachfolge von Silvia Maier angetreten, die zum Ja-Verein Mauchen Attraktives Dorfleben wechselte.