Wie steht es um das Erfüllen der Hygienevorschriften in den Bonndorfer Kindergärten? Alles kein Problem. In einigen wenigen Fällen habe man an die Einsicht von Eltern appellieren müssen, bei Erkältungssymptomen ihre Kinder zu Hause zu lassen und vom Arzt untersuchen zu lassen.

Nach Auskunft aller Leiterinnen gibt es bislang keine Corona-Fälle in den Einrichtungen. In allen Kindergärten werden die Hygienevorschriften wie Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch Besucher und dem Eintrag in eine Besucherliste eingehalten.

Wie Harald Heini, Hauptamtsleiter der Stadt Bonndorf, auf Anfrage bestätigte, werden alle städtischen Kindergärten in der Herbstferien schließen. Hintergrund sei, dass das dortige Personal noch ausstehenden Urlaub, der aufgrund der Corona-Pandemie nicht genommen werden konnte, abbauen soll.

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Evelin Stegerer, Leiterin der Kindertagesstätte Wunderfitz, der größten der Bonndorfer Einrichtungen, beschreibt die ersten Tage des Regelbetriebs als entspannt, mit relativ viel Normalität. Und spricht somit sozusagen auch für die anderen Kindergärten.

Die meisten Kinder seien, mit wenigen krankheits- oder urlaubsbedingten Ausnahmen, wieder in ihren Gruppen untergebracht, haben Freude am Spielen und Lernen. Die Kleinen seien in ihren Familien auf die Anforderungen in der Corona-Pandemie gut vorbereitet worden, lobte Evelin Stegerer. Dies sei insbesondere im Einhalten der Hygieneregeln erkennbar, etwa dem Händewaschen nach dem Eintreffen in der Einrichtung, dem Toilettengang oder auch nach dem Spielen im Freien, wenn es zum Mittagstisch geht.

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Überhaupt komme die gemeinsame Mahlzeit bei den Kleinen bestens an. Man mochte es kaum glauben, aber offensichtlich sei dies besonders vermisst worden. Es gebe natürlich auch einiges neben der relativen Normalität, beispielsweise die strikte Trennung der Krippenkinder von den Älteren. Im Außenbereich habe man dies baulich mittels eines Zauns regeln müssen. Um Diskussionen zu vermeiden sei es am besten, die älteren Kinder anderweitig zu beschäftigen.

Kinder haben nichts verlernt

Alle seien froh, dass wieder ein geregelter Betrieb herrsche – die Erzieherinnen ebenso wie die Kleinen, versicherte Lilian Botos, Leiterin des Kindergartens Wellendingen, ebenso wie Verena Maaß, Leiterin des Kindergartens Gündelwangen (Spielstube). Insbesondere auch, weil im eingeschränkten Betrieb nicht alle Familien zum Zuge gekommen wären, erläuterte Verena Maaß. Nun stehe der Kindergarten wieder allen offen.

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Der Kindergarten Martinstraße habe einen guten Start verzeichnet, versicherte Ulrike Stritt. Die Bedenken einiger Eltern, dass die Vorschulkinder unter dem langen Lockdown gelitten haben könnten, habe sich nicht bestätigt. Die Kinder seien wissbegierig, haben nichts verlernt, so Ulrike Stritt. Freude bereite es ihr, zu sehen, dass die meisten Erwachsenen, wenn sie am Kindergarten erscheinen, in Hygienefragen wie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes mit gutem Beispiel vorangehen.

Weniger als zuvor hat sich im Grunde genommen für den Kindergarten Obertal verändert. Die Einrichtung konnte seit Mitte Mai quasi im Regelbetrieb laufen, trotz des landesweit verordneten eingeschränkten Regelbetriebs. Dies, weil die durch die damalige Corona-Verordnung festgelegte Belegungsmarke von 50 Prozent der Kindergartenplätze nicht überschritten worden war. Die Einrichtung sei ohne ein rollierendes System der Gruppenbelegung ausgekommen. Trotzdem machten die Kinder toll mit, wenn es um die Einhaltung der Hygienevorgaben ging. Lob gab es für die Eltern, die sehr umsichtig und verständnisvoll in den vergangenen Wochen gewesen seien.

Im eingeschränkten Regelbetrieb konnte bis Ende vergangene Woche der Kindergarten Flohkiste betrieben werden. Ab dieser Woche sei die Einrichtung wieder ganztags geöffnet, freut sich Leiterin Andrea Schneider mit den Kindern. Diese zeigen sich besonders begeistert, wieder zusammen Mittagessen zu dürfen.