Der aus Wellendingen stammende Jesuitenpater Clemens Blattert wird neuer Leiter des Zentrums für Berufungspastoral (ZfB). Sitz des ZfB wird nicht mehr Freiburg, sondern Frankfurt am Main sein. Dort leitet Clemens Blattert seit 2016 die Zukunftswerkstatt der Jesuiten. Ziel der Neuorganisation ist es, die Jugend- und Berufungspastoral auf Bundesebene stärker miteinander zu verbinden.

Begleitung junger Menschen

Darüber informiert das Erzbischöfliche Ordinariat in einer Pressemitteilung. Beschlossen hat die Neuerung der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz. Bischof Felix Genn, Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste, sieht in Pater Blattert einen „erfahrenen Berufungsbegleiter junger Menschen und kreativen Priester“. Die Zukunftswerkstatt der Jesuiten in Frankfurt St. Georgen habe sich herausragend in der Berufungsbegleitung junger Menschen etabliert.

Präferenz der Jesuiten

Das ZfB werde davon profitieren, künftig am gleichen Standort zu sein, wird der Bischof aus Münster zitiert. Der Provinzial der Jesuiten, Pater Bernhard Bürgler, sieht eine interessante Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz im Bereich Berufungspastoral. Jugendliche und Erwachsene bei der Gestaltung in eine hoffnungsvolle Zukunft zu begleiten, sei eine der vier Universalen Apostolischen Präferenzen, die Papst Franziskus den Jesuiten ins Stammbuch geschrieben habe. „Mit dem Aufbau eines Berufungscampus‘ für eine erneuerte Berufungspastoral in Deutschland entsteht ein mutiges und innovatives Angebot für die Begleitung junger Menschen. Dazu stellen wir Jesuiten uns gerne zur Verfügung“, wird der Provinzial zitiert.

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Clemens Blattert freut sich über die Ernennung und das in ihn gesetzte Vertrauen. Er trat 2003 in den Jesuitenorden ein, 2009 wurde er zum Priester geweiht. Als Studentenpfarrer in Leipzig und späterer Leiter der Zukunftswerkstatt gewann er Einblick in die Situationen junger Menschen. Er wurde 2018 als Berater der XV. Weltbischofssynode zum Thema „Die Jugend, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ hinzugezogen. Das ZfB arbeitet mit 27 Diözesanstellen sowie weiteren Orden zusammen.