Mit einem deutlich hörbaren Rums fiel gegen 1 Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Bonndorf der Strom aus. Die Stadt lag für geraume Zeit komplett im Dunkeln. Ursache für diesen Totalausfall war ein Erdschluss in einem Traforaum des Seniorenpflegeheims Sankt Laurentius. Fachleute sprechen von einem Lichtbogen. Dabei bildeten sich Funken und Rauch, was wiederum zur Folge hatte, dass der Brandmelder des Altenzentrums Alarm schlug.

Brandalarm

„Wenn aus dem Altenheim ein Brandalarm eintrifft, wird mir jedes Mal ganz anders“, beschreibt Feuerwehrkommandant Hansjörg Ketterer seine unmittelbare Reaktion auf die Alarmierung. Mit drei Fahrzeugen und 22 Mann rückte die Wehr aus. Allerdings nicht nur zum Altenheim, sondern auch zur Stadthalle. Denn infolge des Vorfalls im Altenheim wurde auch dort der Brandmelder aktiv. Es war aber ein Fehlalarm.

Stromversorgung

Nachdem die Situation im Altenheim geklärt war, blieb ein Teil der Einsatzkräfte noch mehrere Stunden vor Ort, um die Stromversorgung sicher zu stellen, falls das hauseigene Notstromaggregat den Dienst versagen würde. Außerdem musste den noch in der Nacht hinzu gerufenen Monteuren des Stromversorgers Energiedienst ihr Arbeitsfeld ausgeleuchtet werden, damit diese überhaupt den Schaden analysieren konnten.

In diesem Trafokasten kam es zu einem Erdschluss, der einen längeren kompletten Stromausfall zur Folge hatte.
In diesem Trafokasten kam es zu einem Erdschluss, der einen längeren kompletten Stromausfall zur Folge hatte. | Bild: Martha Weishaar

Das Notstromaggregat des Altenheimes war unmittelbar nach dem Stromausfall angesprungen. Allerdings kann es das Altenzentrum nicht in vollem Umfang mit Strom versorgen. Daher stellte Energiedienst ein entsprechend leistungsstärkeres Stromaggregat zur Verfügung, bis der Schaden behoben ist. Das dürfte sich nach ersten Einschätzungen der Monteure vor Ort noch bis in den Samstagnachmittag hinein ziehen. Noch am Freitag wurde das zum Haus führende Starkstromkabel freigelegt, um den Schaden zu beheben.

Notstromaggregat fällt aus

Für kurze Aufregung sorgte am Freitagvormittag indes ein weiterer Stromausfall des Notstromaggregats, und zwar mitten in der Vorbereitung zum Mittagessen. Küchenchef Michael Johnston zeigte sich flexibel und plante sofort um. Das kalte Abendessen sollte dann eben zu Mittag, umgekehrt der Fisch am Abend serviert werden.

Planmäßiges Mittagessen

Doch dazu kam es nicht. Das Mittagessen konnte planmäßig gekocht werden – wenn auch mit einem deutlichen Gefühl der Verunsicherung im Nacken. Auch in den Büros herrschte eine gewisse Nervosität. Die Computer in der Verwaltung können nur betrieben werden, wenn eine ausreichende Stromversorgung gewährleistet ist. Über das hauseigene Notstromaggregat ist diese aber nicht gegeben.

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Technische Einzelheiten über Schadensursache und -behebung waren von Energiedienst bis zum Redaktionsschluss nicht mehr zu erfahren. Eine Erklärung, warum in Grafenhausen in der selben Nacht für etliche Stunden der Strom ausgefallen war, steht ebenfalls noch aus.