120 Schüler der Realschule erhielten am Freitag in der Stadthalle ihre Abschlusszeugnisse. Es war, der Corona-Pandemie geschuldet, die nunmehr zweite ebenso merk- wie denkwürdige Verabschiedung junger Menschen vom ersten Bildungs- auf den weiteren Lebensweg. Die Zeugnisübergabe erfolgte in drei Tranchen, ohne Rahmenprogramm. Einzig eine Bilderschau und Ansprachen des Rektors, der Elternbeiratsvorsitzenden sowie einzelner Schüler rahmten die Formalität ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Fast ein Drittel aller Absolventen schloss die bisherige Schullaufbahn mit einer Eins vor dem Komma ab. 13 Schüler erhielten einen Preis für sehr gute Leistungen im Notenspektrum von 1,0 bis 1,4, weitere 26 ein Lob für einen Notendurchschnitt von 1,5 bis 1,9. Pauline Gampp (10c) schnitt als Schulbeste mit einer glatten 1,0 ihre Mittlere Reifeprüfung ab.

Maria Gromann, Paul Blatter, Valentin Pröller, Thorben Hogg, Nathalia Rosa sowie Angelina Banholzer (von links) sind die Preisträger der Klassen 10a und 10b.
Maria Gromann, Paul Blatter, Valentin Pröller, Thorben Hogg, Nathalia Rosa sowie Angelina Banholzer (von links) sind die Preisträger der Klassen 10a und 10b. | Bild: Martha Weishaar

48 Jugendliche starten unmittelbar mit einer Ausbildung ins Berufsleben. 72 werden eine weiterführende Schule besuchen, davon 53 ein berufliches Gymnasium mit dem Ziel, das Abitur oder die Fachhochschulreife zu erlangen. Vier Jugendliche haben sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Praktikum entschieden. Zu den Abschlussprüfungen angetreten waren 127 Schüler. Sieben Jugendliche werden also in einem weiteren Anlauf versuchen müssen, ihren ersten Schulabschluss zu erlangen.

Preisträger

„Ihr habt ein hohes Maß an Eigenständigkeit, Selbstorganisation und Durchhaltevermögen bewiesen und euch trotz aller bestehenden Unsicherheiten der Prüfungssituation gestellt“, lobte Schulleiter Felix Lehr die Absolventen, vor allem im Hinblick auf die veränderte Lernsituation unter Corona-Bedingungen.

Felicitas Meier und Mario Zolg sind die Besten der 23 Schüler der 9d, die das Bildungszentrum mit dem Hauptschulabschluss verlassen.
Felicitas Meier und Mario Zolg sind die Besten der 23 Schüler der 9d, die das Bildungszentrum mit dem Hauptschulabschluss verlassen. | Bild: Martha Weishaar

Die dadurch bedingten neuen Unterrichtsformate hätten den Schülern viel Selbstverantwortung für die Strukturierung ihrer persönlichen Lernprozesse abverlangt. Andererseits berge das digitale Lernen sicherlich Vorteile für das spätere Berufsleben.

Das könnte Sie auch interessieren

„Ihr musstet aber auch mit der Einschränkung sozialer Kontakte sowie dem Entfall schulischer Veranstaltungen umgehen, die für die Persönlichkeitsentwicklung nicht minder wichtig sind“, sagte Lehr. Er zollte Eltern für deren Unterstützung in Zeiten der Schulschließung Respekt, habe dies doch Nerven und Durchhaltevermögen abverlangt.

Steine können aus dem Weg geräumt werden

Elternbeiratsvorsitzende Andrea Keller wünschte den Absolventen Wegbegleiter, die für sie da sind und merkte im Hinblick auf die erschwerten Bedingungen in Pandemie-Zeiten an, dass Umwege durchaus gut sein und Steine aus dem Weg geräumt werden können. Auch aus den Reihen der Abschlussschüler gab es würdige Redebeiträge, die von Dankbarkeit gegenüber Pädagogen sowie Eltern geprägt waren und erkennen ließen, dass die Schulzeit mit den damit einhergehenden Freundschaften die Persönlichkeit der jungen Menschen maßgeblich beeinflusste