Der Rückblick auf die 67. und 68. Hauptversammlungen bei den Gündelwanger Räubern ging weit zurück. Walter Brendle und Markus Hofmeier erhielten fürs jahrzehntelange Engagement – jeweils 40 Jahre – von der Narrenvereinigung Kleggau die Orden in Silber.

Der Applaus der 28 Wahlberechtigten und der Gäste war groß bei den Ehrungen. Die langjährige, kreative Schriftführerin Christina Zehnder wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft geehrt. Und mit Walter Brendle aus Gündelwangen und Markus Hofmeier aus Glashütte zeichnete man zwei besonders aktive Mitglieder, die bei keinem Arbeitseinsatz fehlen aus. Walter Brendle – von 1989 bis 1995 war er auch stellvertretender Vorsitzender der Räuber und noch für das Zelt und dessen Verleih zuständig – ist mit der „Ranzengarde“ stets auf der Bühne beim Zunftabend aktiv. Ebenso Markus Hofmeier, der der Mann im Hintergrund für die Technik ist und für Licht und Ton sorgt. Für beide gab es eine interne Ehrung vom Verein. Jutta Weber von der Narrenvereinigung Kleggau überreichte den beiden den Orden in Silber.

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Ein zentrales Thema der Versammlung mit Vertretern der Gündelwanger Vereine (KOG, Trachtengruppe, Musikverein, Landfrauen, Narrenverein und Sportverein) waren auch Vorstandswahlen. „Alles beibt beim Alten“, vermeldete Wahlleiter Bürgermeister Marlon Jost, der in Versform den Dank der Stadt überbrachte. Nicht weniger als 43 aktive Räuber und Räuberinnen sowie 17 Kinder gibt es in der Gündelwanger Zunft. Erfreulich ist, dass fünf neue Mitglieder nun offiziell in die Reihen der Räuber aufgenommen werden konnten. Sie helfen den Räuberfrauen dienstags, beim Nähen, damit sie die nächste Fasnet im Häs unterwegs sein können. Weitere vier Erwachsene sind im Probejahr und zwei kleine Räuber sind im Februar auf die Welt gekommen.

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Die Aktivitäten der Mitglieder sind auch im Jahresverlauf vielfältig – von der Nikolausfeier, die in der Pandemie etwas aufwändiger ausfiel, weil den Mitgliedern Weckmänner ans Haus geliefert wurden, bis hin zum kleinen Fasnetfunken vor den Wohnhäusern. Die Gündelwanger Narren bewiesen endgültig, wie kreativ und zugleich Corona-konform sie sind. Im Dienst für den Ort jäteten die Räuber in diesem Jahr in kleinen Gruppen wieder Unkraut und schnitten den Weg von der Kirche zur Mariengrotte frei.

„Üsi Räubersäckli und Schatzkiste sind mittlereile geleert, es wird Zeit, dass sich die Pandemie dem Ende nähert...“ Räuberhauptfrau und Zunftmeisterin Martina Schaller berichtete von der Anmeldung fürs große Narrentreffen in Lauchringen am 12./13. Februar im kommenden Jahr. Corona macht das Planen schwierig. Deshalb steht der Zunftabend und die Fasnet noch in den Sternen.