15 neue Fahrzeuge hat der katholische Pfarrer Fabian Schneider in Bonndorf für die Sozialstation Oberes Wutachtal geweiht. Vor allem erbat der Geistliche den Segen für die Frauen und Männer, die mit den Fahrzeugen im Dienst für Kranke und Alte unterwegs sind. Auch all die Patienten, die auf Unterstützung angewiesen sind, hatte der Bonndorfer Pfarrer im Blick. Nicht von ungefähr sei der Begriff „System“ auf den roten Fahrzeugen durchgestrichen, betonte Fabian Schneider dabei. Die Sozialstation sei schließlich nicht systemrelevant, sondern vielmehr gemeinschaftsrelevant.

Schlüsselanhänger mit dem Zeichen des Schutzheiligen der Autofahrer, Christopherus, überreichte Martin Jensen an die Pflegekräfte der Sozialstation.
Schlüsselanhänger mit dem Zeichen des Schutzheiligen der Autofahrer, Christopherus, überreichte Martin Jensen an die Pflegekräfte der Sozialstation. | Bild: Martha Weishaar

Alle drei Jahre wird der Fuhrpark der Sozialstation erneuert. Die Autos werden nicht gekauft, sondern geleast, informierte bei dieser Gelegenheit Martin Jensen, der als Geschäftsbereichsleiter für das Obere Wutachtal verantwortlich ist. Fünf benachbarte Sozialstationen schließen sich demnach beim Abschluss der Leasingverträge für 86 Fahrzeuge zusammen, um günstige Konditionen auszuhandeln. Beim nächsten Vertragsabschluss könne er sich durchaus vorstellen, Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu leasen. „Wir möchten noch Erfahrungen abwarten, ehe wir ganz auf Verbrennungsmotoren verzichten“, sagte Martin Jensen dazu. Gleichwohl sei beim Stützpunkt der Sozialstation am ehemaligen Forsthaus bereits eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge installiert.

Die Fahrten

Die Pflegekräfte im Einzugsgebiet Oberes Wutachtal legen überdurchschnittlich viele Kilometer zurück, bis sie bei ihren Patienten ankommen, und das häufig in topografisch schwierigem Gelände. Von Bonndorf aus werden Patienten bis Lembach, Lausheim, Blumegg, Wangen, Bettmaringen oder Holzschlag versorgt. Mehr als 20.000 Kilometer beträgt die jährliche Fahrleistung pro Fahrzeug. Das summiert sich pro Jahr auf insgesamt 375.000 Kilometer. Vor diesem Hintergrund scheint eine Laufzeit von drei Jahren für die Autos geboten.

Wenige Unfälle

Insgesamt besteht der Fuhrpark der Sozialstation Oberes Wutachtal aus 18 Fahrzeugen, gelegentlich muss jedoch ein Auto, etwa infolge von Unfällen, vor dem Vertragsablauf ersetzt werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die Pfleger der Sozialstation vor allem im Winter bei jedem Wetter und teilweise sehr früh am Morgen unterwegs sind, kommt es verhältnismäßig selten zu Unfällen. Nicht in allen Fällen sind Straßen und Wege von Eis und Schnee geräumt, wenn die Pflegekräfte morgens um 6 Uhr zu den ersten Patienten unterwegs sind. Um das Unfallrisiko noch mehr zu reduzieren, trainieren die Fahrer von Zeit zu Zeit ihre Fahrsicherheit.

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