Bis zu 1000 Besucher aus der gesamten Region, von Waldshut, bis St. Blasien, Lenzkirch oder Titisee-Neustadt, sind in den vergangenen Jahren zu den Bonndorfer HeDu(Hectronic-Dunker)-Ausbildungstagen gekommen. Hier konnte man sich trefflich über die möglichen Berufschancen bei den beiden Technologie-Firmen aus der Bonndorfer Allmendstraße, aber auch bei vielen anderen Arbeitgebern informieren. Im Zeichen von Corona mussten die HeDu-Tage 2020 abgesagt werden.

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Damit wollte man sich bei Dunkermotoren und Hectronic, die mit ihrer firmen-übergreifenden Ausbildungsinitiative bundesweit Furore gemacht haben, nicht abfinden. Alternativ soll es nun eine Online-Berufsberatung geben, die sehr persönlich gestaltet ist. Geplant sind virtuelle Meetings zwischen Auszubildenden, Studenten und jungen Berufsanfängern mit interessierten Schülern.

„Wir wollten, dass die Schüler auch virtuell den direkten Draht zu jungen Kollegen haben. Die Praktika der Schulen wurden ja gestoppt und wir hätten zudem, wegen einer Änderung im Lehrplan der Realschulen, zwei Jahrgänge informieren müssen“, schildert Alexander Ebi, Ausbildungsleiter der Firma Hectronic, die in mehrfacher Hinsicht besondere Situation für dieses Jahr.

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Unter einer zentralen Telefonnummer wird ab Juni bei Dunkermotoren und Hectronic zu üblichen Geschäftszeiten ein für die Ausbildung zuständiger Mitarbeiter erreichbar sein. In einem kurzen Telefonat wird dabei abgeklärt, in welche Richtung der jeweilige Schüler Interesse zeigt und die Videokonferenz für einen bestimmten Zeitpunkt vereinbart, mit entsprechenden jungen Mitarbeitern der Firmen. „Die Interessenten bekommen einen Link, auf dem sie sich mit ihrem Mobiltelefon, Laptop oder PC einloggen können. Falls das alles nicht vorhanden ist, arrangieren wir auch einfache Telefonate“, sagt Hectronic-Personalchefin Eike Mazuga.

„Man muss sich umstellen, damit man für die Zukunft gerüstet ist. Was wir heute entscheiden, kommt in drei oder vier Jahren zum Tragen“, betont Dunker-Ausbildungsleiter Andreas Koliska. „Es gibt auch eine Welt nach Corona und wir wollen und müssen vorausdenken, deshalb werden wir auch im nächsten Jahr wie üblich einstellen“, sagt Renate Heizmann, Personalleiterin des Motorenherstellers, was genauso auch für Hectronic gilt.

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Dennoch schnell zu reagieren auf aktuelle Entwicklungen, hat man in diesem Jahr vielfach praktiziert. „Als am Samstagmittag die Schließung der Berufsschulen für den folgenden Montag bekannt gegeben wurde, hatten wir bis zum Montag eine Lösung für unsere Auszubildenden“, so Heizmann.

Auch für die wegfallenden Praktika gibt es zumindest eine kleine Lösung. „Bei Interesse können wir einen Bausatz anbieten“, kündigt Andreas Koliska an. Unter Videoanleitung könnten die Schüler dann einen Solarflieger, bei dem der Arbeitsschwerpunkt auf der Mechanik basiert, zusammenbauen. Die Nachbarfirma Hectronic lässt blinkenden Leiterplatten herstellen.

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