Pferde und insbesondere Friesenpferde sind die Leidenschaft von Elke und Bernhard Zanon auf dem Bellihof in Ebnet. Nach einer Pause konnte in diesem Jahr wieder eine Zuchtschau stattfinden. Unter anderem wurden den Zuchtrichtern fünf Friesen-Fohlen vorgestellt. Das Interessante bei diesen Fohlen ist, dass sie alle vom selben Vater, dem Hengst Hakon vom Bellihof, abstammen. So erhielten die interessierten Zuschauer und die Richter des Friesenpferde-Zuchtverbands einen Eindruck von den Vererberqualitäten des Hengstes mit verschiedenen Stuten.

Imposant war die freilaufende Herde vom Bellihof bei der Friesen-Zuchtschau in Ebnet.
Imposant war die freilaufende Herde vom Bellihof bei der Friesen-Zuchtschau in Ebnet. | Bild: Dorothée Kuhlmann

Die Züchter, die ihre Fohlen vorstellten, sind allesamt leidenschaftliche Friesenfans und Züchter aus Passion, oder wollten einfach für sich selbst ein Fohlen von der eigenen Stute. Für die Präsentation vor der Jury werden die Pferde herausgeputzt. Bei den Besitzern ist die Aufregung meist groß.

Für Überraschung und Freude sorgte die Bewertung des achtjährigen Friesen-Wallachs Pirol von Elke Zanon. Sie hatte den aus eigener Zucht stammenden Wallach ohne allzu große Erwartungen vorgestellt, wie sie sagte. War der Wallach doch als Fohlen schwer erkrankt und vom Tierarzt schon aufgegeben worden. Inzwischen ist aus dem kränkelnden Fohlen aber ein stattlicher Friesenwallach geworden, den Elke Zanon selbst ausbildet. Die Mühe und Geduld haben sich gelohnt, denn nicht nur, dass Elke Zanon sich über ein gutes Reitpferd freut, auch die Zuchtrichter bewerteten den Wallach mit guten Noten und einer ersten Prämie. Elke Zanon freute sich zudem über eine gute Bewertung ihres Stutfohlens.

Die Anfänge

Vor mehr als 30 Jahren waren Elke und Bernhard Zanon schon leidenschaftliche Pferdefreunde. „Wir suchten ein Pferd zum Kutsche Fahren und Reiten“, erzählt Elke Zanon. Besonders ihrem Mann Bernhard hätten es damals die Friesen angetan. Typ, Charakter und Vielseitigkeit für ihre Wünsche hätten sie beim Friesenpferd besonders angesprochen, so Elke Zanon.

Ihr erstes Pferd mit Friesenblut war dann aber ein Mix mit Schwarzwälder Kaltblut. Für die Kutsche brauchten die Zanons noch ein zweites Pferd. Das sollte dann ein reinrassiger Friese sein. „Ohne viel Ahnung von Abstammung bei Friesenpferden haben wir eine schöne Stute gekauft“, erzählt Elke Zanon. „Dabei sind wir richtig übers Ohr gehauen worden“, so Elke Zanon weiter. Die Stute erwies sich als lahm.

So kamen die Zanons auf den Gedanken, mit der teuer gekauften Stute wenigstens zu züchten. Die nächste zugekaufte Stute war dann ein echter Glücksgriff. „Mit Auke haben wir den Grundstein für unsere kleine Zucht gelegt“, erzählt Elke Zanon noch immer schwärmend von diesem Pferd.

Zu ihrem Deckhengst kam sie durch Zufall. „Gigolo war schon auf dem Weg zum Schlachter, da wurde er mir noch angeboten“, erzählt Elke Zanon. Es war Liebe auf den ersten Blick und so übernahmen die Zanons den gekörten Hengst und setzten ihn für ihre Zucht ein. „Er hat uns viele schöne Fohlen gebracht“, so Elke Zanon. Für Elke und Bernhard Zanon sind die Friesenpferde einfach genau die zu ihnen passenden Pferde.