Die polizeilichen Ermittlungen im Zusammenhang mit Unklarheiten in den Finanzen der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach sind auch eineinhalb Jahre nach Bekanntwerden der Angelegenheit noch nicht abgeschlossen. Dies bestätigt Staatsanwalt Florian Schumann, Pressesprecher der für diesen Fall zuständigen Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen auf die jüngste Nachfrage dieser Tageszeitung.

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„Die Nachvollziehung der verschiedenen Geldströme erweist sich vorliegend als sehr aufwendig. Bei Abschluss des Verfahrens wird eine Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen erfolgen“, erklärt Schumann die Frage nach der Langwierigkeit und Schwierigkeit der Ermittlungen. Auf Detailfragen nach einer etwaigen Schadenshöhe, dem genauen Gegenstand der Ermittlungen sowie dem Personenkreis der Ermittlungen lässt er sich jedoch nicht ein.

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Auch die Frage, wann mit dem Abschluss der Ermittlungen gerechnet werden könne, bleibt derzeit noch offen. Der Jurist spricht dabei von einem „umfassenden Wirtschaftsverfahren, in dem es verschiedenste Geldströme aufzuklären gilt.“ Bereits bei einer Anfrage dieser Tageszeitung im Oktober des vergangenen Jahres erklärte er, dass sich „die Ermittlungen wegen des Verdachts von Vermögensdelikten als aufwendig gestalten, da eine Vielzahl von Geldbewegungen zu überprüfen“ seien. Anklage werde erst und nur dann erhoben, wenn sich „hinreichende Tatverdachtsmomente bestätigen“. Sollten sich diese nicht bestätigen, werde das Verfahren eingestellt. Nachdrücklich weist der Staatsanwalt auf die generell geltende Unschuldsvermutung in einem Strafverfahren hin.

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Die Frage nach zivilrechtlichen Schritten vonseiten der Erzdiözese Freiburg beantwortet Michael Hertl, Pressesprecher des Ordinariats. „Ein zivilrechtliches Vorgehen seitens des Erzbischöflichen Ordinariats ist nicht geplant, zum einen mangels Zuständigkeit – zuständig wäre die Kirchengemeinde –, zum anderen, weil durch das Erzbischöfliche Offizialat bereits ein administratives (kirchenrechtliches) Strafverfahren geführt wurde, dessen Gegenstand auch ein Ausgleich finanzieller Unregelmäßigkeiten durch die Beschuldigten war, dem auch die Kirchengemeinde zugestimmt hat. Weitere Details zu dem Fall können wir aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes leider nicht bekanntgeben.“ Der Bonndorfer Pfarrer Fabian Schneider sagt auf Nachfrage dazu. „Es war besprochen, dass ich (die Gemeinde, Anm. d. Autorin) über das Pfarrblatt informiere, sobald die Zeit dazu reif ist und Dr. Hertl mich dabei unterstützt.“ Dem brauche er nichts mehr hinzuzufügen.

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