Die Brücke am Tannegger Wasserfall in der Wutachschlucht ist erneuert. Ein Bautrupp des Schwarzwaldvereins Bonndorf hat das 7,5 Meter lange Bauwerk installiert. Bis vor dem Starkregen am Wochenende war das Flussbett der Wutach bereits vor der eigentlichen Versickerung in Teilen ausgetrocknet. Dies schreibt Wutachranger Martin Schwenninger in einer Pressemitteilung.

Der Bautrupp des Schwarzwaldvereins Bonndorfs bei der Arbeit am Tannegger Wasserfall, wo die Brücke erneuert wurde.
Der Bautrupp des Schwarzwaldvereins Bonndorfs bei der Arbeit am Tannegger Wasserfall, wo die Brücke erneuert wurde. | Bild: Martin Schwenninger

„Sollen wir die doch schon recht morsche Brücke am Tannegger Wasserfall notdürftig reparieren, damit sie die Wandersaison 2020 noch durchhält? Oder wäre es nicht besser, gleich eine neue Brücke zu bauen?“ Dies waren die Fragen, die sich Ernst Albert und Martin Schwenninger vom Schwarzwaldverein Bonndorf im vergangenen Frühjahr mehrfach stellten. Statt einem unansehnlichen Flickwerk hätten sie lieber einen Neubau gesehen.

Trockenheit in der Wutach: Bis vor dem Starkregen am Wochenende waren vor der eigentlichen Versickerung kleine Steinpyramiden im ausgetrockneten Flussbett aufgeschichtet worden.
Trockenheit in der Wutach: Bis vor dem Starkregen am Wochenende waren vor der eigentlichen Versickerung kleine Steinpyramiden im ausgetrockneten Flussbett aufgeschichtet worden. | Bild: Martin Schwenninger

Die Aufgabe war allerdings wahrlich keine einfache: „Wie bekommen wir die schweren tragenden Eichenbalken in die Schlucht?“ Zunächst also wurde im Frühjahr das Bauwerk notdürftig repariert und das Material für den Neubau bereits vorbereitet. Und siehe da, außerplanmäßig ergab sich eine Transportgelegenheit.

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Die Firma Fischer Landschaftsbau aus Bonndorf hatte mit dem Schreitbagger Arbeiten in der Schlucht für die Naturschutzverwaltung zu erledigen und schaffte es, den Materialtransport zu integrieren. Keine Frage, dass Unternehmer Florian Fischer die Arbeit für den Schwarzwaldverein als Spende ausführte und auch noch die alte, marode Brücke abbaute.

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Der erfahrene Bautrupp des Schwarzwaldvereins Bonndorf mit Ernst Albert, Peter Muri, Wolfgang Kech, Klaus Fröhlich und Horst Reiner schaffte es nun innerhalb weniger Stunden morgens, die 7,5 Meter lange Brücke begehbar zu montieren. Rechtzeitig zum Mittag konnten schließlich bereits die ersten Wanderer in der Wutachschlucht wieder den sicheren Weg über die neue Brücke nehmen.