Schweren Herzens sage der Kulturverein Folktreff Bonndorf sämtliche Veranstaltungen bis einschließlich Januar ab. Die Vorsitzende Gudrun Deinzer unterstreicht dies in einer Mitteilung, wenn sie diese mit „Die Zeit für KultU(h)r steht still“ titelt. Der Folktreff zieht angesichts der auch landesweit rasant steigenden Corona-Infektionen die Handbremse, der Kulturverein sagt unter anderem auch die Veranstaltung zum Kleinkunstpreis „Bonndorfer Löwe“ ab – zu wenig überschaubar sei die Lage, erklärt die Vorsitzende Gudrun Deinzer.

Absagen und Wackelkandidaten

Betroffen ist im laufenden Jahr von den Konzertabsagen noch die Veranstaltung mit Onkel Fisch (10. Dezember; Ersatztermin am 10. April). Wackelkandidaten sind im Frühjahr 2022 bisweilen die Veranstaltungen mit Sarah Straub (12. Februar) und Peter Shub (19. März), deren Auftritte vielleicht stattfinden können, hofft Gudrun Deinzer heute noch.

Vergangene Monate

Bereits in den vergangenen Wochen abgesagt worden waren Konzerte von FEE! (20. November) und der irischen Gruppe Goitse (22. Oktober). Die Saison startete für den Folktreff pandemiebedingt erst im Juli. In diesen vergangenen Monaten konnten gerade einmal zwei der vier anberaumten Veranstaltungen über die Bonndorfer Bühne gehen – „Poetry total“ mit Fee Brembeck und Sulaiman Masomi (4. Juli) und das Duo Luna Tic (18. September). Zum jetzigen Stand hält der Verein an weiteren der ursprünglich für 2022 eingeplanten Kleinkunstveranstaltungen fest – etwa Rosemie Warth (9. April) und Cocodello (17. September), Lisa Canny (15. Oktober), Oliver Tissot (12. November) und Fireworks of Rock (10. Dezember).

Der Kleinkunstpreis

Schmerzlich gestaltet sich die Absage der Veranstaltung zum Kleinkunstpreis „Bonndorfer Löwe“ (22. Januar). Für die Verleihung des Kleinkunstpreises, für den derzeit sechs Künstler oder Formationen nominiert sind, habe der Verein mit großem Kraftaufwand einen Ersatztermin am Freitag, 14. Mai, anberaumt, gibt Gudrun Deinzer erleichtert bekannt.

Sicherheit

Nach bestem Wissen und Gewissen habe der Folktreff bei Veranstaltungen bisher genau das ausgeschöpft, was erlaubt gewesen war. Allein schon deshalb, weil der Folktreff in einer großen Stadthalle – modern ausgerüstet mit einer Belüftung für 1750 Personen – dafür Sorge habe tragen können, dass Veranstaltungsbesucher untereinander einen eineinhalb Meter betragenden Abstand einhalten können. So werde man es auch weiterhin halten, wenn sich dereinst die Lage entspannen werde und wieder so etwas wie Normalität herrsche, teilt die Vorsitzende abschließend mit.