Es ist eines der weitreichendsten Projekte, an dessen Umsetzung die Stadtverwaltung Bonndorf seit drei Jahren arbeitet – der Aufbau des kommunalen Glasfasernetzes. Finanziell verschlingt die Bereitstellung der Zukunftstechnologie für schnelles Internet nach Verwaltungsangaben hochgerechnet knapp 12,833 Millionen Euro, rund 52 Prozent oder etwa 6,687 Millionen Euro davon können über Zuschüsse abgefedert werden. An Bonndorf selbst bleibt ein Eigenanteil von rund 5,64 Millionen Euro hängen, zieht man kalkulierte Einnahmen durch Hausanschlüsse von etwa 505.600 Euro ab.

Es seien dies die ersten verlässlichen Zahlen, die die Verwaltung dem Gemeinderat nach Abrechnung der Jahre 2017 bis dato vorlegen könne, erläuterte Bürgermeister Michael Scharf in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Investiert wurden in diesem Jahr demnach bereits rund 2,017 Millionen Euro, erläuterte Nicole Messerschmid, Leiterin des städtischen Bauamts. Bis zur Fertigstellung Ende 2021 sollen kalkulierte weitere 2,952 Millionen Euro folgen.

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Das kommunale Glasfasernetz versetze über die schnellere Datenleitung zur privaten und gewerblichen Nutzung hinaus die Stadt auch in anderen Bereichen in eine komfortable Situation, sagte Bürgermeister Michael Scharf. So sei das Bildungszentrum (BZB) durch den bereits bestehenden Glasfaseranschluss beim Zuschussantrag für den Digitalpakt vorn dabei gewesen. Das BZB erhielt rund 260.667 Euro, mit denen unter anderem PC- und Kamera-Ausstattung und Mobiliar angeschafft werden können.

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Nun gelte es, weitere Kunden zur Nutzung des kommunalen Glasfasernetzes zu gewinnen. Laut Michael Scharf erhalte die Stadt von jedem Vertrag einen gewissen Pachtbetrag vom Netzversorger. Ziel sei es, mindestens zwei Drittel der potenziellen Kunden in der Gesamtstadt für einen Anschluss an das kommunale Glasfasernetz zu gewinnen, denn dann amortisierten sich die Investitionen innerhalb eines Jahrzehnts. Stadtrat Eckhard Fechtig (CDU) mahnte einen baldigen Einstieg in ein umfassendes Marketing an.

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Matthias Ketterer, Leiter des Breitbandamts, erläuterte dem Gemeinderat, dass von den in der Gesamtstadt anschließbaren 1973 Gebäuden derzeit 1689 (rund 85 Prozent) angeschlossen seien. Vermarktbar seien 3082 Wohneinheiten. An Kunden habe man bereits 370 (213 Kunden bereits am Netz) gewinnen können, bis Jahresende strebe man 400 an.

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