Vermessungspunkte rund um die katholische Pfarrkirche zogen kürzlich das Interesse der Passanten auf sich. Die Vermessungstargets in DIN-A-4-Format waren auffallend und an zahlreichen Stellen platziert. Die Badische Zeitung fragte nach.

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Grund für die neuerliche Vermessung des Gotteshauses war, dass in Baden-Württemberg sukzessive Gebäude digital vermessen werden, die es bisher noch nicht waren. Zuständig für die Maßnahme war das Amt für Vermögen und Bau in Konstanz mit seiner Außenstelle in Waldshut.

Bisher nur Pergamentpläne

Von der katholischen Kirche Bonndorf, die seit der Säkularisierung in staatlichem Besitz ist, waren bisher nur Pergamentpläne vorhanden. In den zurückliegenden beiden Wochen sei das Gebäude nun gescannt worden. „Dabei wurde die vertraglich höchstmögliche Detailtiefe III (C) beauftragt. Aus dem Scan, beziehungsweise den Punktwolken, werden zum Beispiel Grundrisse und Schnitte erzeugt sowie Flächen berechnet. Falls nötig könnte auch ein 3D-Modell erstellt werden“, erklärt Markus Sieber vom zuständigen Amt die Maßnahme genauer.

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Das Land informiert zu diesem Thema: „Insgesamt befinden sich rund 10.000 Gebäude im Immobilienportfolio des Landes Baden-Württemberg. Seit einigen Jahren werden die Planunterlagen der Gebäude sukzessive erfasst und mit CAD (Computer Aided Design) digitalisiert.“ Die Daten werden für die Flächenplanung zur Unterbringung der Landeseinrichtungen und für das Immobilien- und Gebäudemanagement eingesetzt.

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Im Rahmen des Projektes „Digitalisierung der Gebäudedaten“ sollen zukünftig neue Methoden und Technologien eingeführt werden, die es ermöglichen, die digitalen Gebäudedaten zu vervollständigen und für neue Anwendungen, auch über die Verwaltung hinaus, zu nutzen.