„Wer jahrzehntelang in derselben Firma arbeitet, ist ein super Typ und ein Teamplayer im besten Sinn.“ Mit dieser Aussage brachte Bürgermeister Michael Scharf so ziemlich alles auf den Punkt, was so ein Arbeitsjubiläum ausmacht. Die Hectronic GmbH zeichnete jüngst Carmelo Cammisa und Klaus Seeliger für jeweils vier Jahrzehnte währende Treue aus.

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Eigentlich hatten beide Mitarbeiter bereits im vergangenen Jahr die Marke erreicht. Da ging man allerdings noch davon aus, dass die Corona-Krise bald überstanden und das Arbeitsjubiläum zeitnah gefeiert werden könnte. Zum 40-jährigen Arbeitsjubiläum gehören Glückwünsche des Ministerpräsidenten, welche der Bürgermeister stellvertretend überbrachte. Michael Scharf lobte das „super Betriebsklima“, welches zeige, dass man bei Hectronic die Mitarbeiter schätzt. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt doch darin, wie die Leute im Betrieb miteinander umgehen.“

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Der 1962 in der Nähe von Neapel geborene und längst in Stühlingen wohnende Carmelo Cammisa ist ein Paradebeispiel dafür, wie man durch Engagement und Interesse zum Erfolg gelangt. Als Prüfer wurde er einst eingestellt, alsbald mit neuen Aufgaben betraut. Weitere Erfahrung sammelte er als Montagearbeiter, wurde gar zum Gruppenleiter des Bereichs „Tanken“ befördert. Seit drei Jahren ist er Disponent.

Der Weg zur Digitalisierung

Geschäftsführer Eckhard Fechtig zeigte in einer Bilderschau den Werdegang des Unternehmens in diesen vier Jahrzehnten auf, von mechanischer Fertigung über den Einzug von Elektronik bis hin zur Digitalisierung. Cammisa attestierte er neben ausgesprochener Fairness und Loyalität ein gehöriges Maß an Temperament. Ehrlich seine Meinung vertretend, habe der Kollege als Macher immer das Heft in die Hand genommen. Seine Expertise sei bei Kollegen abteilungsübergreifend gefragt, sein Fachwissen toppe gar das Logistiksystem. Bei allem bewahre er immer seinen patriotischen Humor, vor allem wenn es um Fußballaustragungen zwischen Italien und Deutschland gehe.

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Klaus Seeliger konnte krankheitsbedingt an der Feierstunde nicht teilnehmen. Hectronic-Chef Stefan Forster zollte dem 61-jährigen Kollegen größten Respekt, dass er trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen die Firma vom Homeoffice aus unterstützt. Nach einem Grundlehrgang Metall hatte Seeliger sich zum Informationselektroniker mit Abschluss des Staatlich geprüften Elektrotechnikers ausgebildet. Zeitweilig übernahm er auch als Ausbildungsleiter Verantwortung. Von der parallelen Betreuung der Datenverarbeitungsanlagen gelangte er im Verlauf zunehmender Digitalisierung zur IT-Abteilung, in welcher er neben der Betreuung und Weiterentwicklung verschiedener Systeme auch Kollegen schult und neue Softwareanwendungen evaluiert.

Das Unternehmen

Als die beiden langjährigen Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in Bonndorf antraten, hieß das Unternehmen in der Allmendstraße noch Kienzle Apparate. Über Hartmann AG, Mannesmann Kienzle, VDO Kienzle bis zur heutigen Hectronic GmbH hielten sie dem jeweiligen Arbeitgeber die Treue. Insgesamt zählt Hectronic 31 Mitarbeiter, die 25 Jahre oder länger sowie weitere sieben, die 40 Jahre oder länger dabei sind.