Die letzten Arbeitstage im zu Ende gehenden Jahr hat Daniela Ganter in Waldshut verbracht. Die Verwaltungsfachangestellte, sonst in Bonndorf im Bürgerservice tätig, wird dort ausgebildet für die Erfassung und Nachverfolgung von Coronainfizierten. „Ich habe den Umgang mit den Computerprogrammen gelernt, damit ich in die Arbeit einsteigen kann“, beschreibt Daniela Ganter ihren Aufgabenbereich.

Das könnte Sie auch interessieren

Sie ist eine von derzeit zwei Mitarbeitern, die sonst in Gemeindeverwaltungen eingesetzt werden und von diesen dorthin, ins Gesundheitsamt, ausgeliehen worden sind. „Wir müssen unsere guten Kräfte für solche Einsätze zur Verfügung stellen“, sagte Bürgermeister Michael Scharf zu der Unterstützung für den Kreis Waldshut. Bei der Bekämpfung der Pandemie müssten alle Kräfte, insbesondere auch auf lokaler Ebene, eng und zielgerichtet zusammenarbeiten. Noch war Daniela Ganter nicht im Ernstfall eingesetzt, aber Übungstelefonate hat es schon gegeben. „Man muss unterschiedliche Angaben abfragen und beispielsweise Absonderungsanordnungen aussprechen“, erläutert Daniela Ganter. Ab März stehe sie dann auf Abruf für diese Tätigkeit zur Verfügung.

Noch sind Bundeswehrkräfte aktiv

Noch gebe es keine entsprechenden Engpässe, denn die Kräfte der Bundeswehr sind für solche Tätigkeiten noch in Waldshut vor Ort. „Natürlich arbeite ich am liebsten in Bonndorf“, gibt sie lachend zu. Aber die Kollegen in Waldshut seien nett und schließlich sei man allgemein derzeit in der Situation, „wo jeder das Seinige tut, um zu helfen“. Tatsächlich ist man im Landratsamt dankbar für derartige Initiativen, wie Susanna Heim, Pressesprecherin des Landratsamts – dem das Gesundheitsamt unterstellt ist – auf Anfrage dieser Zeitung erläutert.

Das könnte Sie auch interessieren

Derzeit laufe der Vertrag mit zehn Mitarbeitern der Bundeswehr noch. „Wir haben auch zehn externe Kontaktpersonenverfolger befristet eingestellt“, erklärt Pressesprecherin Susanna Heim. Fünf Zollangestellte würden helfen und derzeit werden die zwei Mitarbeiter von den Gemeinden vorbereitet. Zu den derzeit knapp 30 Personen, die nicht aus dem Landratsamt kommen, stünden weitere 20 Mitarbeiter des Landratsamtes rollierend bereit, um die Kontaktnachverfolgungen zu managen. Sieben Tage die Woche im Schichtdienst werde diese Pandemietätigkeit bewältigt.