Sie will sich wie eine Löwin für das Wohl der Stadt Bonndorf und ihren Bürgern einsetzen: Alexandra Ruf, die Bürgermeisterin von Bonndorf werden will. Jung, kreativ, fachlich kompetent – mit diesen Eigenschaften will die noch 29-jährige Bonndorferin die Geschicke der Stadt in den kommenden acht Jahren leiten und gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Bevölkerung Konzepte für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Kommune erarbeiten und umsetzen.

Kinderbetreuung

Alexandra Ruf hat sich viele Ziele gesetzt, sollte sie zur Bürgermeisterin gewählt werden. Beginnend bei den kleinsten Bonndorfern, ist es ihr wichtig, weitere Kita-Betreuungsplätze zu schaffen und die Öffnungszeiten an die Wünsche der Eltern anzupassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Dazu gehöre auch der Ausbau des Mittagessensangebots in weiteren Einrichtungen. Stärken will die Kandidatin die Zusammenarbeit mit den Elternvertretern, auf Wunsch könnte sie sich auch vorstellen, einen Gesamt-Elternbeirat ins Leben zu rufen. Und eines erachtet Ruf als essenziell: „Die Kindergartengebühren müssen sozialverträglich gehalten werden.“

Bildung

Im Bildungssektor sieht die Verwaltungsfachwirtin die Stadt in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die äußeren Bedingungen für ein erfolgreiches Lernen auch in Zukunft den modernsten Standards entsprechen. Das heißt, die Schulsanierung muss abgeschlossen werden, die Ausstattung muss kontinuierlich den Erfordernissen angepasst werden. Eine gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung, dem Kollegium und den Eltern sei diesbezüglich selbstverständlich, sagt Alexandra Ruf. Wichtig ist ihr, dass die Außenklassen der Grundschule in Gündelwangen und Wellendingen erhalten bleiben.

Vereinswesen

Die Vereine bezeichnete die Bürgermeisterkandidatin als starke Stützen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, deren Arbeit – auch mit Blick auf die Jugend – unverzichtbar ist. „Ich hoffe die Vereine können nach Corona wieder richtig durchstarten“, so Ruf, die deren Förderung auch in Zukunft sicherstellen will. Dies in bislang bewährter Form, aber auch bei individuellen Projekten und bei der administrativen Arbeit.

Baulandentwicklung

Zu einer attraktiven Stadt gehören für Alexandra Ruf auch attraktive Wohnmöglichkeiten. Die große Nachfrage nach Bauplätzen in Bonndorf sei für sie Auftrag, die Planung und Erschließung des Baugebiets Mittlishardt IV voranzubringen und abzuschließen. Parallel dazu müsse über alternatives bedarfsgerechtes Wohnen nachgedacht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch die Erweiterung des Gewerbegebietes für einen starken Mittelstand gehört für die Verwaltungsfachwirtin zu den wichtigen Zukunftsaufgaben. Insgesamt, so Alexandra Ruf, beginnt die Zukunft der Stadt im Kindergarten und gehe über Mobilität, Umweltschutz, Versorgung bis hin zur Pflege. Zu Letzterem sieht Ruf auch den Erhalt und die Modernisierung des Alten- und Pflegeheims St. Laurentius als bedeutend an.

Zukunftsentwicklung

Alexandra Ruf will zwar Bewährtes erhalten, für die Zukunftsentwicklung der Stadt brauche es aber auch neue kreative Ideen und Organisationsformen. Hier gelte es, die Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot zu holen, gemeinsam mit ihnen und dem Gemeinderat Konzepte zu entwickeln. Genau solche zukunftsfähigen Konzepte brauche es auch für die Innenstadt, deren Attraktivität nicht nur erhalten, sondern vorangetrieben werden sollte. Zum Thema Studer-Areal setzt die Bürgermeisterkandidatin auf Information und Bürgerbeteiligung.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Idee, auf der Gewerbebrache Märkte anzusiedeln, sei prinzipiell gut, schließlich sei es wichtig, die Einkaufsmärkte in Bonndorf zu halten. Nichtsdestotrotz müssten auch die Bedenken gegen die Planung Gehör finden, wobei Ruf darauf hofft, dass durch Informationen und Dialog Ängste und Sorgen minimiert werden können. Ruf betonte im Gespräch, dass in puncto Studer-Areal noch nichts festgezurrt sei. „Das Verfahren liegt bei der Stadt. Es ist durchaus möglich, dass das Projekt nach der Öffentlichkeitsbeteiligung scheitert.“

ÖPNV

Ein weiteres Thema, dem sich Alexandra Ruf annehmen möchte, ist der öffentliche Personennahverkehr. Bonndorf werde durch seine Lage am Rande des Landkreises Waldshut etwas vernachlässigt. Bessere Anbindungen über die Kreisgrenzen hinweg wären nötig, ebenso wie Verbindungen in den Abendstunden.

Energiewende

Beim großen Zukunftsthema Energiewende bedauert die Kandidatin, dass die in Bonndorf geplanten Windkraftanlagen am Roten Milan gescheitert sind. Hier seien der Stadt die Hände gebunden. Realisiert habe man aber den Anschluss aller städtischen Gebäude ans Nahwärmenetz und auch durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten sei ein Schritt in Richtung Energiesparen getan worden. Was künftig Bedeutung haben werde, sei ein Ausbau des Radwegenetzes und der Ladestationen für E-Autos.

Tourismus

Touristisch profitiere Bonndorf vom aktuellen Wander- und Radfahrtrend. Was die Wutachschlucht betrifft, sieht Ruf Handlungsbedarf bei den Parkplätzen. Wünschenswert wäre ein gemeinsames Konzept mit den Anliegergemeinden.

Bürgernähe

Wie bereits eingangs erwähnt, setzt die Bürgermeisterkandidatin auf Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation. Dazu will sie offene Bürgerfragestunden einführen und auch einen regelmäßigen Austausch mit Jugendlichen pflegen. Ferner sollen aktuelle Nachrichten der Stadt auf verschiedenen Kanälen jedermann/frau zugänglich gemacht werden. Und letztendlich liegt Alexandra Ruf am Herzen, „dass jede und jeder im Bonndorfer Rathaus die passende Hilfe findet und die volle Unterstützung erhält“.

Das könnte Sie auch interessieren