Die Brandverhütungsschau in der Grundschule bracht eine böse Überraschung für die Stadt. Im Mai dieses Jahres musste Bürgermeister Michael Scharf im Gemeinderat bekanntgeben, dass erhebliche Mängel festgestellt worden waren, die zum Nutzungsverbot einiger Räume geführt hatten. In jüngster Ratssitzung legte die Verwaltung nun Lösungsvorschläge vor.

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Im Untergeschoss des massiv gebauten Grundschulgebäudes aus dem Jahr 1911 fehle ein zweiter Rettungsweg, war bemängelt worden. Die Nutzung des dortigen Lesezimmers war deshalb untersagt worden. Es kam aber noch schlimmer. Auch die Turnhalle der Schule darf, so die Order, nicht mehr benutzt werden, weder von den Grundschülern noch von der VHS. Dort sei ein zweiter Rettungsweg durch einen Lagerraum versperrt. Hinzu komme, dass die Decke der Räume unter der Turnhalle nicht die vorgeschriebene Brandresistenz aufweise und letztendlich wurden auch noch statische Probleme festgestellt. Der Bürgermeister äußerte sich damals pessimistisch: „Ich glaube, wir werden die Turnhalle nie mehr nutzen können.“

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Zwischenzeitlich konnte aber eine Lösung des Problems gefunden werden. Über einen Wanddurchbruch soll ein zweiter Rettungsweg ebenerdig aus der Turnhalle angelegt werden. Beim Leseraum will man ebenfalls einen Ausgang schaffen, sodass man über eine Treppe ins Freie kommt. Die Veränderungen sollen die Außenansicht des Gebäudes so wenig wie möglich beeinträchtigen. Michael Scharf hofft, dass das Denkmalamt hier nicht als Verhinderungsbehörde auftritt und für die kleinen Eingriffe grünes Licht gibt. Die Verwaltung kalkuliert mit Kosten in Höhe von 20.000 bis 25.000 Euro. Damit, so Scharf, käme man mit einem blauen Auge davon. Die festgestellten statischen Probleme in der Halle wurden bereits provisorisch behoben, eine dauerhafte Lösung ist vorgesehen.

Gemeinderat stimmt Bauantrag zu

Die Verwaltung hat für die Maßnahmen inklusive des Einbaus eines Sportgerätelagers im Innenhof des ersten Untergeschosses der Schule einen Bauantrag eingereicht. Dieser wurde vom Ratsgremium befürwortet. Gehofft wird darauf, dass auch das Denkmalamt mitspielt. Wie Nicole Messerschmid vom Stadtbauamt noch bekanntgab, wird parallel zu den Arbeiten die Schulhofsanierung geplant, für die 75.000 Euro im Haushalt eingestellt sind.

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