Mehrere Tausend Euro brachten die Schüler der 6a und 6c der Realschule im Rahmen eines Sponsorenlaufs für die Geschädigten der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zusammen. Erst am Sonntag hatten Ulrike und Fritz Dietsche die Idee, mit einer derartigen Sportveranstaltung in dieser dramatischen Jahrhundertkatastrophe helfen zu können. Binnen vier Tagen setzte das Lehrerehepaar sein Ansinnen um.

Darüber hinaus ließen sich die Schüler der sechsten Realschulklassen ihre gelaufenen Kilometer vergüten, um zu helfen.
Darüber hinaus ließen sich die Schüler der sechsten Realschulklassen ihre gelaufenen Kilometer vergüten, um zu helfen. | Bild: Martha Weishaar

Knapp 60 Mädchen und Jungen liefen oder radelten für den guten Zweck. „Ich war selbst überrascht über die positiven Auswirkungen, nachdem wir die Schüler informiert hatten. Unser Telefon stand nicht mehr still, so viele freiwillige Sponsoren meldeten ihre Unterstützung an“, freut sich die Initiatorin. Darunter Familien, Verwandte, Nachbarn oder Freunde der Sechstklässler, aber auch ortsansässige Unternehmen oder Firmen aus der Region, die von sich aus erklärten, das sportlich-caritative Bemühen der Kinder finanzkräftig zu fördern.

Ulrike Dietsche hatte mit ihrem Mann Fritz die Idee, den Flutopfern zu helfen. Sofort erklärten sich zahlreiche Sponsoren bereit, die Aktion zu unterstützen.
Ulrike Dietsche hatte mit ihrem Mann Fritz die Idee, den Flutopfern zu helfen. Sofort erklärten sich zahlreiche Sponsoren bereit, die Aktion zu unterstützen. | Bild: Martha Weishaar

Die Aktion verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Manche sponserten die jeweiligen Runden eines einzelnen Kindes, andere diejenigen sämtlicher Teilnehmer. Mal beliefen sich die Zusagen im Centbereich, häufig auch im Eurobereich, ein Lebensmittelmarkt spendierte auch Getränke für die Sportler.

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Ob Privatleute oder Unternehmen, viele zeigten sich finanziell großzügig. Unterstützt wurden derweil auch die Organisatoren, sei es von Eltern oder pensionierten Kollegen, welche bei der Betreuung der Kinder während der sportlichen Aktion mitwirkten.

Auch Kollegen, die bereits im Ruhestand sind, wie hier Ute Zumkeller, unterstützten den Sponsorenlauf der Sechstklässler. Uli Turzer stellte sich als Streckenposten der Radfahrer zur Verfügung.
Auch Kollegen, die bereits im Ruhestand sind, wie hier Ute Zumkeller, unterstützten den Sponsorenlauf der Sechstklässler. Uli Turzer stellte sich als Streckenposten der Radfahrer zur Verfügung. | Bild: Martha Weishaar

Die Schüler gingen indes inhaltlich sehr gut vorbereitet an den Start. Im Vorfeld hatte Fritz Dietsche in beiden Klassen nicht nur die katastrophalen Auswirkungen geschildert. Er informierte die Schüler überdies umfassend über geologische Begebenheiten in Flusstälern, Entwicklung und Folgen menschlicher Eingriffe in den Lauf von Flüssen sowie die Häufung von Unwettern im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Vor dem Start ermutigte Ulrike Dietsche die Schar der Hilfswilligen. „Ihr seid zwar Kinder, aber auch ihr könnt bereits Großes bewegen. Was ihr ins Rollen gebracht habt, ist beispielhaft.“

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