Bonndorf – Ob Katholische Frauengemeinschaft, Vinzentiusverein, Kolpingfamilie, CLUB-Frauen, Kirchenchöre oder Ministranten, in der römisch-katholischen Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach wirken und arbeiten eine ganzen Reihe munterer Aktivgruppen. Sie begleiten und bereichern die seelsorgerische Arbeit von Pfarrer Fabian Schneider und bieten die Möglichkeit, sich regelmäßig oder sporadisch im Gemeindeleben einzubringen.

Kein feierlicher Gottesdienst wäre ohne die aktive Mitwirkung von Ministrantinnen und Ministranten vorstellbar. Vor einigen Tagen, an Fronleichnam, davor zu Pfingsten und Ostern, wurde dies besonders deutlich. Dass die nahezu 100 Bonndorfer und Wutacher Ministranten, einschließlich der Ortsteile über den Dienst am Altar hinaus gut unterwegs sind, erfuhren wir in einem Gespräch mit der 22 Jahre jungen Sophia Malich. Sie tummelt sich mit hoher Schlagzahl in der Jugendarbeit.

Seit ihrer Erstkommunion ist sie Ministrantin und in der Katholischen Jungen Gemeinde KJG unterwegs. Nicht nur als Mitglied, sondern in Führungsverantwortung. Sophia Malich (OMI/Oberministrantin) kümmert sich um „ihre“ knapp 20 Minis aus der Kernstadt Bonndorf, organisiert und hält jeden Freitag die wöchentlichen Gruppenstunden ab. Ihr Rüstzeug im Umgang mit Heranwachsenden eignete sie sich beim Skiclub und der DLRG an und besuchte Fortbildungskurse. Erinnerungen an die 72-Stunden-Aktionen werden wach, Altpapiersammlungen oder ganz aktuell, die Kinderbetreuung beim Sommerfest von Dunkermotoren durch die Ministranten, „made by malich und Co.“ – ist man geneigt, gedanklich anzufügen.

Nicht zum ersten Male, genauer gesagt seit 2016, leitet sie die sommerlichen Ferienlager mit bewusst unterschiedlichen ausgesuchten, neuen Zielorten. Nach zwei Corona bedingten Pausen, beziehungsweise Ersatzveranstaltungen in Bonndorf, wie üblich in der dritten Woche der Sommerferien, geht es dieses Jahr für acht Tage von Samstag bis Samstag nach Davos-Klosters. Die herrliche Landschaft, die Natur inmitten der Schweizer Alpen in einer Höhe ab 1200 Metern, eine vielfältige Bergflora und -fauna, die Unterbringung im „Schweizerhaus“ im Zentrum von Klosters versprechen Urlaubsfeeling pur.

Das erfahrene Betreuungsteam aus Bonndorf gewährleistet den in diesem Jahr teilnehmenden Kindern und Jugendlichen zwischen neun und 14 Jahren ein individuelles Unterhaltungsprogramm, Komplettverpflegung, Hin- und Rückreise mit dem Bus, für die zu Hause gebliebenen Eltern optimale Sicherheit für einen sorglosen ruhigen Schlaf während der Abwesenheit ihrer Kinder.

Für alle Teilnehmer gelten einige sinnvolle Regeln. So beginnt der Tag um halb acht, er endet grundsätzlich mit der Bettzeit um 22 Uhr. Es wird gewandert, gebastelt, es werden Spiele angeboten und je nach Wetterlage, die Gegend erkundet, um mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen. Wer weiß schon, dass im Winter Davos und Klosters regelmäßig das Ziel der High-Society, beispielsweise der englischen Royals, ist?