Täglich werden neue Zahlen zu Corona-Infizierten, Todesfällen und Inzidenzwerten bekanntgegeben. Die Corona-Pandemie ist allgegenwärtig und überlagert andere Entwicklungen im Landkreis und den Kommunen. Nichtsdestotrotz hat man sich im Kreis auch mit anderen Zahlen beschäftigt und in der neuen Broschüre „Statistik 2021“ Fakten zur demographischen Entwicklung im Zeitraum von 1987 bis 2020 dokumentiert.

Bonndorf

Die Einwohnerzahl

Im oben genannten Zeitraum ist die Einwohnerzahl von Bonndorf stark angestiegen. 1987 lebten 5334 Personen in der Löwenstadt, 2020 waren es laut der Statistik 6939 Personen, das ist ein Zuwachs von rund 30 Prozent. Auch in der Zeitspanne von 2019 bis 2020 ist Bonndorf leicht gewachsen, nämlich um 17 Personen oder 0,2 Prozent. Mit diesem Bevölkerungszuwachs liegt die Stadt im Übrigen an vierter Stelle im Ranking der Kreisgemeinden. Eine noch bessere Entwicklung weisen lediglich Herrischried, Höchenschwand und Hohentengen auf.

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Der Hintergrund

Woher kommen die steigenden Einwohnerzahlen? Naheliegend wäre es zunächst, dass viele neue Erdenbürger die Gemeinschaft vergrößern. Und so wurden auch tatsächlich im Zeitraum 1987 bis 2019 in Bonndorf 2308 Geburten registriert. Allerdings sind im selben Zeitraum auch 2426 Personen gestorben, sodass unterm Strich also ein Defizit von 118 Einwohnern verzeichnet werden musste.

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Das Wachstum ist also auf Zuzüge zurückzuführen und diese lagen um einiges höher als die Fortzüge. 13.434 Menschen haben sich von 1987 bis 2019 neu in Bonndorf niedergelassen, 11.673 Einwohner sind weggezogen. Es bleibt ein Plus von 1761 Bürgern. Zahlen für das Jahr 2020 sind in der Statistik noch nicht erfasst.

Das Geschlecht und das Alter

Der Anteil von Männern und Frauen hält sich in Bonndorf in etwa die Waage. Die Männer sind mit 51,1 Prozent leicht in der Überzahl. Und was die Altersstruktur der Bonndorfer betrifft, macht sich – wie im gesamten Landkreis – ein steigender Anteil von älteren Mitbürgern bemerkbar. So waren laut Statistik im Jahr 2020 13,9 Prozent der Einwohner unter 15 Jahre alt, der Anteil der Menschen über 65 Jahren lag bei 20,2 Prozent. In der Bevölkerungsprognose bis 2035 wird davon ausgegangen, dass sich die Altersstruktur weiter nach oben verschieben wird.

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Wutach

Die Einwohnerzahl

In Wutach konnte im Zeitraum von 1987 bis 2019 zwar ebenfalls ein leichtes Plus bei der Einwohnerzahl verzeichnet werden. 1987 waren es 1151 Bürger, 2019 wurden 1213 Personen registriert. Danach ging es aber leicht bergab. Im Jahr 2020 waren es noch 1189 Einwohner, also 24 weniger als im Vorjahr.

Der Hintergrund

Verantwortlich dafür ist das Wanderungssaldo: Es zogen mehr Menschen von Wutach weg, als zugezogen waren. Von 1987 bis 2019 waren 1842 Menschen nach Wutach gezogen, 1895 haben die Gemeinde aber verlassen. Unterm Strich bleibt also ein Defizit von 53 Personen. Einen Wanderungsverlust mussten lediglich zwei weitere Gemeinden im Landkreis Waldshut verzeichnen, nämlich Dogern und Ibach. Etwas aufgefangen werden konnte der Wert in Wutach durch einen Geburtenüberschuss in den anfänglichen Jahren. 2019 hingegen waren mehr Menschen in Wutach gestorben als geboren wurden.

Das Geschlecht und das Alter

In Wutach haben die Frauen mit einem Anteil von 50,2 Prozent leicht die Überhand. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren liegt bei 15,4 Prozent, der Anteil der über 65-Jährigen bei 20,6 Prozent. Damit steht die Alterspyramide in Wutach noch auf vergleichsweise stabilen Beinen.

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