Der Biber wurde nicht nur auf der Gemarkung Grafenhausen gesichtet, auch auf der Gesamtgemarkung Bonndorf tauchen Biber auf. Die Nähe zum Menschen scheint ihn dabei nicht immer zu stören. Dadurch ergeben sich auch Spannungsfelder.

So arbeitet sich der Biber seit Jahren Stück für Stück das Ehrenbachtal hoch und erreichte die Wellendinger Säge von Karl Dietsche. Dort wurde eine im Kanal unter dem Sägegebäude errichtete Biberburg im Oktober 2021 in Absprache mit den Behörden entfernt. Im Japanischen Garten südlich der Kernstadt Bonndorf wurde ein Biber im Mai 2021 in einem der Teiche gesichtet. Aus dem Ehrenbachtal hinaus hat sich der Biber mittlerweile bis südlich von Dillendorf vorgearbeitet, wo er seit 2021 deutliche Spuren unterhalb des Rastplatzes Böhler hinterlässt und sich in einem selbst aufgestauten kleinen See häuslich eingerichtet hat.

Beeinträchtigungen durch den Biber gab es bei der Stromversorgung, als diese durch einen angenagten und umgestürzten Baum im Bereich Bonndorf, Grafenhausen, Ebnet und Wellendingen ausfiel (November 2018), und an einer Gemeindeverbindungsstraße zur Sommerau (Juni 2019), die unterhöhlt wurde.

Wahrscheinlich Ende 2016 erreichte der Biber den Schlüchtsee bei Grafenhausen. Im August 2019 listete die Gemeinde Biberaktivitäten auf: am Schlüchtsee; an der Schlücht in der Langmatt am Ortsausgang in Richtung Birkendorf; unterhalb der Kläranlage in Grafenhausen sowie im Bereich der Kläranlage der Staatsbrauerei in Rothaus; am aufgestauten kleinen See am Wasserrainweg in Richtung Steinatal, ein unterhöhlter Forstweg.