Am 22. Mai könnte die Badesaison in Bonndorf eröffnet werden. Das Schwimmbad ist gerichtet, die Becken sind gefüllt, ein Buchungssystem für Badegäste steht zur Verfügung. Die Stadt hat alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, um Gästen in diesem Jahr wieder Badespaß ermöglichen zu können. Einen Knackpunkt gibt es allerdings noch: Seitens der Landesregierung ist eine Öffnung von Bädern erst erlaubt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Im Landkreis Waldshut liegt der Wert noch höher.

Vorgaben für Badebetrieb

Die Vorgaben zum Badebetrieb haben lange auf sich warten lassen. Noch Mitte der Woche sei völlig unklar gewesen, ob eine Öffnung von Schwimmbädern überhaupt genehmigt wird, sagte Hauptamtsleiter Harald Heini auf Nachfrage. Von städtischer Seite aus sei man aber für eine Schwimmbaderöffnung gerüstet, das Bad sei hergerichtet, mit dem neuen Buchungssystem stehe man in den Startlöchern, fügte Heini an. „Wir können aufmachen, sobald die Voraussetzung bezüglich der Inzidenzzahlen gegeben sind“, meinte der Hauptamtsleiter und ergänzte, dass ein Saisonstart für Pfingsten geplant sei. Mit Pfingsten dürfte es allerdings knapp werden. Am Donnerstag, 13. Mai, gab das Robert-Koch-Institut (RKI) für den Landkreis Waldshut einen Inzidenzwert von 129,8 an. Voraussetzung für die Badöffnung ist aber eine Inzidenz, die seit mindestens fünf Tagen unter 100 liegt.

Begrenzt ist dann auch die Zahl der Gäste. Pro 20 Quadratmeter ist nur eine Person zugelassen. In welchen Zeitabschnitten eine Reinigung und Desinfizierung stattfinden muss und welche Lockerungen es eventuell für Geimpfte und Genesene geben wird, ist laut Harald Heini noch offen. Auch sei noch die Frage offen, ob man in diesem Jahr Saison- und Familienkarten ausgeben kann. Eine entsprechende Anfrage beim Gemeindetag sei am Laufen, so Heini, eine Antwort liege aber noch nicht vor. Die Situation sei von daher noch etwa undurchsichtig. Nichtsdestotrotz halte man am Eröffnungstermin 22. Mai fest.

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Jürgen Friedrich vom Stadtbauamt, der sich mit dem neuen Buchungssystem beschäftigt hat, bestätigte die Informationen des Hauptamtsleiters. Das Buchungssystem wird von einer Firma erstellt, die – sobald man weiß, wie es weitergeht – innerhalb von wenigen Tagen startbereit wäre, sprich – das Online-System zur Verfügung stellen könnte. Badefreunde, die das Schwimmbad besuchen wollen, können sich dann über einen Link auf der Homepage der Stadt (www.bonndorf.de) direkt einbuchen. Man zahlt, erhält einen QR-Code (gedruckt oder aufs Handy), und dieser Code wird dann am Eingang des Bads von einem Mitarbeiter eingescannt. Verlässt man das Bad, geht die Ausbuchung auf die gleiche Art und Weise. Dadurch ist die Zahl der Gäste, die sich im Bad aufhalten, immer kontrollierbar. „Ich stehe täglich in Kontakt mit der Firma“, sagte Friedrich, auch von dieser Seite her stünde einer Badöffnung nichts im Wege.

Die Vorbereitungen

Bademeister Jürgen Blattert ist damit beschäftigt, die Becken zu füllen und die gesamte Anlage für den Badebetrieb zu richten. „Wir können am 22. Mai aufmachen, wenn das nicht klappt, liegt‘s nicht an Bonndorf“, sagt der Bademeister. Blattert hat die komplette Schwimmbadtechnik auf Vordermann gebracht, die Becken nach dem Winter abgelassen, gereinigt und ist nun dabei, die Becken wieder mit Wasser zu füllen.

Auch das Areal rund ums Schwimmbecken wurde von Jürgen Blattert gerichtet, der sagt: „Wir können am 22. Mai aufmachen, wenn das nicht klappt, liegt‘s nicht an Bonndorf.“
Auch das Areal rund ums Schwimmbecken wurde von Jürgen Blattert gerichtet, der sagt: „Wir können am 22. Mai aufmachen, wenn das nicht klappt, liegt‘s nicht an Bonndorf.“ | Bild: Juliane Kühnemund

„Das geht nicht in einem Tag“, sagt der Fachmann, zum Befüllen des großen Beckens mit einem Fassungsvolumen von 600 Kubikmetern brauche es schon eine Woche, meint Jürgen Blattert. Klar könnte man mit größeren Schläuchen auch schneller füllen, dann allerdings hätte die Schwimmbadstraße zeitweise kein Wasser mehr, schmunzelt er und fügt an, dass man auch wegen der notwendigen Löschwasserreserven nicht zu schnell zu viel Wasser abziehen könne. Während das Wasser in die Becken fließt, kümmert sich Jürgen Blattert um die Außenanlage.

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Bei unserem Besuch war er dabei, den Rasen zu mähen. Aufgebaut wurde auch ein neuer Ballfangzaun. Jürgen Blattert freut sich, wenn im Schwimmbad wieder Trubel herrschen würde. Im vergangenen Jahr, in dem das Bad ebenfalls startklar gewesen wäre, war seine Arbeit weniger aufregend. Er habe halt Dinge erledigt, die ansonsten während der Badesaison auf der Strecke bleiben. Beispielhaft nannte er das Streichen der Spielgeräte oder in den Toilettenanlagen. Zeitweise habe er auch als Hygienekraft in den Kindergärten ausgeholfen. Jetzt hofft der Bademeister auf eine baldige Öffnung des Schwimmbads und auf eine gute Saison.