Seit Mitte Juli registriert das Gesundheitsamt des Landkreises wieder steigende Corona-Zahlen. Die Sieben-Tage Inzidenz lag am 23. August bei 63,2, Tendenz steigend. Anfang August wurde vom Landkreis der Impfbus auf die Reise geschickt. Der Bus tourt den ganzen Monat durch die Region, jede und jeder kann sich dort von einem mobilen Impfteam gegen Covid-19 impfen lassen. Das Impfen soll also buchstäblich ins Rollen kommen. Wie wird das Impfangebot angenommen? Wir fragen nach.

Christian Behringer, Eberhard Hummel und das Impfteam (von links) waren sehr zufrieden mit dem Erfolg der Impfaktion in Grafenhausen.
Christian Behringer, Eberhard Hummel und das Impfteam (von links) waren sehr zufrieden mit dem Erfolg der Impfaktion in Grafenhausen. | Bild: Kuhlmann

Lange Warteschlangen bildeten sich am Samstag vor dem Impfbus, der in Bonndorf und Stühlingen Station machte. Insgesamt wurden an beiden Stellen 132 Impfungen durchgeführt. Davon 65 in Bonndorf und 67 in Stühlingen, informiert Tobias Herrmann vom Landratsamt Waldshut.

Trotz erheblicher Wartezeiten sei die Stimmung der Impfwilligen prima gewesen, schildert sein Kollege Benedikt Isele die Atmosphäre. Er nahm vor Ort die Dokumentation vor und unterstützte damit das Team aus einer Ärztin, einem Arzt sowie einem Rettungsassistenten. Selbst in Stühlingen, wo der Impfbus infolge der zuvor hohen Nachfrage in Bonndorf mit Verspätung eintraf, hätten die Aspiranten geduldig ausgeharrt. Man habe die Verspätung frühzeitig vorhergesehen und die Wartenden in Stühlingen über das Bürgermeisteramt informiert.

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Impfwillige hatten die freie Wahl zwischen den Impfstoffen von Biotech sowie Johnson & Johnson. Die Zweitimpfung mit Biontech, die mit einem Mindestabstand von drei Wochen erfolgen sollte, kann beliebig in einem Impfzentrum oder beim Hausarzt vorgenommen werden. Favorisiert wurde am Samstag das Vakzin von Johnson & Johnson, bei dem man bereits mit einer Impfung vollständig immunisiert ist. 41 mal wurde dieses in Bonndorf, 45 mal in Stühlingen verabreicht. 19 Personen erhielten in Bonndorf eine Erstimpfung mit Biontech, 18 in Stühlingen. Außerdem holten sich fünf Personen in Bonndorf sowie vier in Stühlingen die Zweitimpfung mit Biontech.

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Die Altersspanne der Impfwilligen war breit. Zehn Jugendliche unter 18 Jahren holten sich in Bonndorf den immunisierenden Pieks, acht in Stühlingen. Andererseits waren in Stühlingen 15 Impfwillige, in Bonndorf elf älter als 60 Jahre.

Gerade bei Minderjährigen herrsche hie und da noch etwas Unsicherheit. So erzählte eine Mutter, dass ihr Hausarzt nicht bereit sei, Minderjährige gegen das Covid-19-Virus zu impfen. Da die hiesige Kinderarztpraxis derzeit urlaubsbedingt geschlossen sei, habe sie sich entschlossen, das Angebot des Impfbusses zu nutzen. So könne die Familie einigermaßen entspannt dem Schulbeginn Mitte September entgegensehen.

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Insgesamt 38 Impfungen wurden bei der Impfbus-Aktion auf dem Grundschulhof in Grafenhausen (14. August) registriert, bestätigte Tobias Herrmann vom Amt für Kultur und Öffentlichkeitswesen des Landkreises Waldshut. Sehr zufrieden blickten Dr. Christian Bohl, Bürgermeister Christian Behringer, DRK-Vorsitzender Eberhard Hummel und das Impfteam auf die Impfaktion in Grafenhausen zurück. Impfwillige waren auf den Grundschulplatz am Hagehus gekommen. 38 Impfungen sei für die knapp zweistündige Aktion in Grafenhausen ein tolles Ergebnis, meinten alle Beteiligten. Trotz eines verspäteten Starts, bedingt durch ebenfalls großen Andrang bei vorausgegangenen Impftermin in Waldhut-Tiengen, hatten die Impfwilligen am Hagehus auf das Impfteam gewartet. Großes Lob erhielt das Grafenhausener DRK-Team, das für den reibungslosen Ablauf sorgte.