Als Erfolg wertet die Landkreisverwaltung Waldshut die Einrichtung des Impfzentrums (Mini-KIZ) im Foyer der Bonndorfer Stadthalle, wo seit 30. November in sechs Wochen 4871 Menschen gegen das Coronavirus geimpft wurden. Zu Beginn der vergangenen Woche zeichnete sich nach Auskunft von Pressesprecherin Susanna Heim aber eine geringere Auslastung des Mini-KIZ Bonndorf ab.

Inklusive der ersten Kalenderwoche des Jahres wurden nach Angaben der Landkreisverwaltung im Mini-KIZ Bonndorf 4871 Menschen geimpft – Erst-, Zweit- oder Drittimpfung (Booster-Impfung). Den Löwenanteil macht die Booster-Impfung aus – diese erhielten 4270 Menschen (87,6 Prozent). Der Rest verteilt sich auf 386 Erstimpfungen (acht Prozent) und 215 Zweitimpfungen (4,4 Prozent). Der Impfstoff Moderna wurde 3251 Mal (rund zwei Drittel der insgesamt verabreichten Dosen) verabreicht, Biontech 1563 Mal (knapp ein Drittel der verabreichten Dosen) und Johnson & Johnson 57 Mal (rund ein Prozent).

Am stärksten nachgefragt gewesen sei das Impfangebot im Bonndorfer Mini-KIZ in den Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen, also Anfang Dezember, fasst Susanna Heim zusammen. Die zweite Kalenderwoche des Jahres werde wohl vergleichsweise am schwächsten ausgelastet sein. Dies habe wohl auch damit zu tun, dass vor den Feiertagen sehr viel geimpft wurde. Konkrete Zahlen liegen allerdings noch nicht vor. Die Landkreisverwaltung gehe davon aus, dass diejenigen, die eine Zweit- oder Drittimpfung haben wollten, diese erhalten haben. Das Impfangebot im Landkreis sei groß.

Die Landkreisverwaltung plane langfristig mit dem Impfstandort Bonndorf, erläutert Susanna Heim. Wenn die Nachfrage nachlassen sollte, dann würden die Betriebszeiten oder das eingesetzte Personal angepasst. Eine Aufgabe des Standorts stehe aber derzeit nicht zur Diskussion. Von Anfang an sei die Personalstärke unverändert: zwei Ärzte beziehungsweise Ärztinnen, eine medizinische Fachangestellte, zwei Personen am Empfang.

Wie alle Impfaktionen im Landkreis sei auch das Mini-KIZ Bonndorf ein wichtiger Beitrag in der Bekämpfung der Pandemie, bewertet Susanna Heim. Dem Landkreis sei es von Anfang an wichtig gewesen, den Menschen ein dezentrales Impfangebot machen zu können. In einem ländlich geprägten Flächenlandkreis wie Waldshut sei es wichtig, dass die Leute keine langen Wege auf sich nehmen müssen, sondern sich vor Ort impfen lassen können. Bonndorf sei ein wichtiger Pfeiler der Impfstrategie. Nicht zuletzt sei festgestellt worden, so Susanna Heim, dass viele Impfwillige aus den Nachbarlandkreisen vorbeischauen und sich impfen lassen.

Der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis hat nach Angaben der Landkreisverwaltung den Wert 500 Ende der vergangenen Woche überschritten. Seit Samstag, 15. Januar, bestehen deshalb, zusätzlich zu den Maßnahmen der Alarmstufe II, Ausgangsbeschränkungen für diejenigen, die weder geimpft noch genesen sind. In einem dreitägigen Meldezeitraum (10. bis 13. Januar, 15 Uhr) registrierte die Landkreisverwaltung Waldshut einen Zuwachs, ausgehend von 914 Infizierten (aktive Fälle; 10. Januar) auf 1459 Infizierte (13. Januar). Dies sind 545 zusätzliche Personen (plus 59,6 Prozent). Der Anstieg der registrierten Neuinfektionen von 202 auf 755 Fälle an diesen beiden Tagen ist deutlich. Der Anteil der registrierten Omikron-Variante an den aktiven Fällen erhöhte sich an diesen Tagen von 161 (17,6 Prozent der 914 Infizierten) auf 299 (20,5 Prozent der 1459 Infizierten).