Die L170, die seit mehreren Monaten gesperrt ist, wird in der kommenden Woche voraussichtlich für den Verkehr freigegeben. Dies bestätigte Heike Spannagel, Pressesprecherin im Regierungspräsidium Freiburg, auf Nachfrage. Die aktuellen Gesamtkosten der Komplettsanierung liegen bei 2,4 Millionen Euro.

Günstiges Wetter sorgt für Freigabe

Eine Freigabe der Strecke sei aufgrund der aktuell stabilen Witterungsverhältnisse nun denkbar, bestätigte Heike Spannagel, nachdem ein ursprünglich vorgesehener Termin zu Jahresbeginn wegen starken Schneefalls hatte abgesagt werden müssen: Ein sicherer Schneeräumdienst hatte damals nicht gewährleistet werden können. Sicherungsmaßnahmen sollen noch in dieser Woche durchgeführt und die Verkehrsfreigabe vorbereitet werden. Allerdings bleibe bis ins Frühjahr hinein die L 170 nur einspurig befahrbar, auf der Strecke werde Tempo 30 gelten, teilte Heike Spannagel weiter mit.

Die Straße und ihre Sanierung

Mitte Oktober hatte die jetzige Sanierungsphase des L 170-Streckenabschnitts begonnen. Gesetzt wurden in den folgenden Monaten insgesamt rund 130 Drainagepfähle, jeder wurde etwa 20 Meter tief im Boden verankert. Über diese Drainagepfähle soll nun das Schichtenwasser aufgefangen und abgeleitet werden. Dieses Schichtenwasser hatte in der jüngsten Vergangenheit dafür gesorgt, dass die bereits sanierte L 170 in kürzester Zeit starke Verwerfungen aufwies, die die Oberfläche verformten und diese wie einen zusammengeschobenen Teppich hatten aussehen lassen.

Voraussichtlich in der nächsten Woche wird die L170 für den Verkehr freigegeben. Die Straße wird vorerst nur einseitig befahrbar sein, ...
Voraussichtlich in der nächsten Woche wird die L170 für den Verkehr freigegeben. Die Straße wird vorerst nur einseitig befahrbar sein, bestätigte das RP Freiburg. Bis ins Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. | Bild: Stefan Limberger-Andris

Zusätzlich zu den Drainagepfählen wurde eine 48 Meter lange und einen halben Meter dicke Betonwand auf einem Fundament bergseits eingezogen. Durch die neuerlichen Maßnahmen sollen weitere Rutschungen in Richtung Lotenbachklamm verhindert werden.

Bohrungen schwieriger als gedacht

Die Bohrungen zur Ableitung des Wassers aus der Drainagewand habe sich etwas schwieriger als gedacht gestaltet, erläuterte Heike Spannagel auf Anfrage. Der Gesamtzeitplan werde dadurch allerdings nicht gestört. Hierbei eingetretene Kostensteigerungen konnten durch einige Einsparungen an anderer Stelle aufgefangen werden.

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