Alexandra Ruf stammt aus Wellendingen, wohnt jetzt in Bonndorf und kennt die Verwaltungsarbeit mit all ihren Facetten von der Pike auf. Zwar absolvierte sie nach ihrem Realschulabschluss zunächst eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau, liebäugelte aber bereits in dieser Zeit damit, sich beruflich in eine ganz andere Richtung zu entwickeln. „Schon damals hatte ich den Wunsch, Bürgermeisterin zu werden“, sagte Alexandra Ruf im Gespräch, klar war ihr allerdings, dass der Weg dort hin noch ein weiter sein wird.

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Zielstrebig startete sie eine zweite Ausbildung, nämlich die zur Verwaltungsfachangestellten. Im Anschluss arbeitete sie einige Monate lang in der Stadtkasse in Waldshut-Tiengen, kehrte dann ins Bonndorfer Rathaus zurück als Leiterin des Büros des Bürgermeisters. In kurzer Zeit legte die junge Frau dann eine steile Karriere hin, machte während ihrer Tätigkeit im Rathaus noch eine Ausbildung zur Verwaltungsfachwirtin und avancierte in der Folge zur Ordnungsamtsleiterin und zur stellvertretenden Hauptamtsleiterin.

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Eine große Herausforderung war für Alexandra Ruf dann das Corona-Jahr 2020. Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Scharf und Hauptamtsleiter Harald Heini bildete sie das Corona-Krisenteam im Rathaus. In dieser Rolle hatte sie nicht nur täglich mit der Umsetzung neuer Verordnungen zu tun, sie habe sich als Ansprechpartnerin bei allen Problemen auch ein dickes Fell zulegen müssen, schmunzelt die Verwaltungsfachfrau, die aber schon in jungen Jahren – mit vier Geschwistern – gelernt hat, sich durchzusetzen, sich zu arrangieren und Kompromisse zu schließen.

Ziel- und lösungsorientiert

All ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen will Alexandra Ruf im Falle ihrer Wahl als Bürgermeisterin für die Stadt und ihre Bürger einbringen. „Ich stehe für Kontinuität und Zuverlässigkeit“, erklärt sie und bezeichnet sich selbst als ziel- und lösungsorientiert. Die Stadt und ihre Strukturen kenne sie bestens, sagt die Kandidatin, die auf Bewährtem aufbauen und die Stadt mit neuen Ideen in die Zukunft führen will. Dabei setzt sie auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, der letztendlich die Entscheidungen fällt, und auf eine offene Informationspolitik. „Ich will die Bürgerinnen und Bürger bei allen Entwicklungen mitnehmen.“

Offene Bürgersprechstunden

So plant Alexandra Ruf beispielsweise auch offene Bürgersprechstunden und neue Plattformen, um der Bevölkerung die Arbeit von Gemeinderat und Verwaltung zugänglicher zu machen. Als große Themen, denen sich Alexandra Ruf im Falle ihrer Wahl annehmen möchte, nannte die 29-Jährige Schule, Kindergarten und Familie. Hier dürfe kein Stillstand einkehren, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung müsse sichergestellt werden. Dasselbe gelte bei den Themen Förderung von Handel, Handwerk und Gewerbe und bei der Baulandentwicklung. Bei all dem müsse man aber auch die Finanzen im Auge behalten, und nicht auf Kosten künftiger Generationen leben, sagt die Bewerberin. Wichtig ist es Alexandra Ruf ferner, die Vereine in allen Anliegen zu unterstützen und zu fördern.

Das nötige Rüstzeug

Durch ihre Berufserfahrung in der Verwaltung glaubt Alexandra Ruf, das notwendige Rüstzeug für das Amt einer Bürgermeisterin mitzubringen, wenngleich sie sich im Klaren darüber ist, dass eine Tätigkeit als Rathauschef noch viele ganz neue Herausforderungen mit sich bringen würde, nicht nur im beruflichen Bereich, sondern auch im Privatleben.

Genau diesen Herausforderungen will sich die ledige Bonndorferin aber stellen, die sich in ihrer Freizeit gerne mit Wandern, Radfahren und Backen beschäftigt. „Ich bin jung und bringe gleichzeitig viel Berufserfahrung mit, sagt Alexandra Ruf im Gespräch und gibt noch bekannt, dass sie als parteilose Kandidatin zu Bürgermeisterwahl am Sonntag, 25. April, antreten wird.