Mächtige abgebrochene Gesteinsbrocken liegen direkt am Rand der Bundesstraße 315. Beim Vorbeifahren beschleicht so manchen Autofahrer ein ungutes Gefühl und man stellt sich die Frage, ob und wann sich das nächste Felsstück lösen könnte und zu Tal beziehungsweise auf die Fahrbahn donnert.

Tragischer Vorfall

Aus der Luft gegriffen scheinen solche Vorstellungen nicht. Spätestens nach dem tragischen Vorfall auf der A 81 bei Trossingen, wo ein Autofahrer gegen einen auf die Fahrbahn gerutschten Felsen krachte und ums Leben kam, darf der Sicherheitsaspekt sicherlich hinterfragt werden.

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Und auffallend ist auch, dass einige der steinbruchartigen Abhänge an der B 315 durch Drahtgitter gesichert sind, andere jedoch – die aus Laiensicht betrachtet weit instabiler aussehen – eben nicht. Was sagen die für die Straßensicherheit zuständigen Behörden dazu?

Hier ist die Felswand abgesichert.
Hier ist die Felswand abgesichert. | Bild: Juliane Kühnemund

Michael Swientek, Pressesprecher im Landratsamt Waldshut, erläuterte auf Nachfrage, dass die B 315 täglich im Rahmen der Streckenkontrolle durch die Straßenmeisterei Bonndorf kontrolliert wird. „Die Streckenkontrollen haben in diesem Bereich bisher noch keine größeren Steinschläge festgestellt, lediglich kleinere Steine, welche im Bankettbereich liegen blieben“, so Michael Swientek.

Fachfirma begutachtet Steinmaterial

Man sei sich jedoch darüber im Klaren, dass auch in diesem Bereich die Erosion durch Regen und Frost stetig fortschreite. Aus diesem Grund werden die Felswände wiederkehrend abschnittsweise von einer Fachfirma begutachtet und loses und labiles Steinmaterial abgetragen, so der Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis. Michael Swientek kündigte bereits an, dass in diesem Jahr wieder ein Abschnitt an der B 315 für eine Begutachtung und eine Felsräumung vorgesehen ist.

Voraussichtlich werde es für diese Arbeiten notwendig sein, die Bundesstraße mehrmals kurzzeitig, für etwa 15 bis 20 Minuten, beidseitig zu sperren. Sollten bei der Begutachtung ein oder mehrere Felsen auffällig sein und einer genaueren Begutachtung bedürfen, werde von Seiten des Straßenbauamtes ein Geologe hinzugezogen, der eventuell weitere Maßnahmen zur Sicherung der Felsen ausarbeitet, so Michael Swientek abschließend. 

 

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