Bonndorf White Horse Theatre in Bonndorf kommt gut an

Die Englische Theatergruppe im Bildungszentrum kommt mit ihrem Schauspiel gut an. Die Schüler stellen ihre Sprachkenntnisse auf die Probe.

Bonndorf – Seit geraumer Zeit tritt die englische Theatergruppe White Horse Theatre regelmäßig in der Bonndorfer Stadthalle auf. Auch diesmal konnten die Klassen sechs bis neun des Bildungszentrums ihre Englischkenntnisse testen. "Einige von uns waren ja auch schon am Englandaustausch, da klappt das Verständnis ganz gut", erzählt Maurice Straub.

Das Stück "Light Fingers", das von den Schauspielern Hannah Abott, Lauren Donovan, Oliver Aitchison und Ian Archdeacon aufgeführt wurde, handelt von dem Jugendlichen Dennis, der aufgrund einer Straftat zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt wurde. Rückblickend erzählt Dennis die Geschichte, wie er sich von seinen Klassenkameraden zum Diebstahl verleiten ließ.

Als technikbegeisterter Schüler möchte sich Dennis unbedingt den neuesten Computer zulegen. "Geh an die frische Luft, du brauchst keinen neuen Computer", lehnt sein Vater ab. Doch Dennis möchte sich seinen Wunsch erfüllen und sucht sich einen Ferienjob.

Die Bezahlung ist mager, die körperliche Arbeit anstrengend und bald realisiert er, dass es ihn Jahre kosten wird, die ausreichende Summe zu verdienen. Er kündigt und fährt mit dem Skateboard in die Stadt, wo er auf seine Klassenkameraden Zack und Gina trifft. Verschiedene schwarze Kisten, die während des Theaters als Kulissen dienen, werden dabei als Halfpipe umfunktioniert.

Um Gina zu beeindrucken, und bei den beiden als "cool" zu gelten, lässt er sich verleiten, im Drogeriemarkt ein Parfum für Gina zu klauen. "Es war lustig, wie sich die Schauspieler das Parfum ins Gesicht gesprüht haben", kommentierte Yunus Jan Köycü nach Ende die Szene.

Pia Braun, Pia Grandis und Marina Stiegeler hatten viel Spaß am Theater.
Pia Braun, Pia Grandis und Marina Stiegeler hatten viel Spaß am Theater. | Bild: Leah Binzer

Einige Zeit später kehrt Dennis in die Stadt zurück und bestaunt im Schaufenster eines Elektronik-Geschäfts seinen Wunsch-Computer. Als Gina hinzutritt, beschließen die beiden, ihn gemeinsam zu stehlen. Gina lenkt den Verkäufer ab, während Dennis den Computer in einem Koffer versteckt. Sie täuscht vor, angeschossen zu werden und fordert den Verkäufer auf, sich zu ducken, während Dennis aus dem Geschäft verschwindet. "Die Fake-Schüsse waren ziemlich cool!", reflektiert Robin Schneider die Soundeffekte.

Die Freude am neuen Computer währt nur kurz, zu stark verfolgen Dennis die Schuldgefühle. Seinem Vater erzählt er, er habe den PC bei einem Gewinnspiel gewonnen. Zurück in der Stadt wird Dennis von der Drogerie-Verkäuferin erkannt. Am Abend wird sein Zimmer von einer Polizistin durchsucht. Doch anstatt des Parfums entdeckt sie den gestohlenen Computer. Dennis wird später von einer Richterin zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Bei Antritt seiner Stelle trifft er auch auf Gina und Zack, die ebenfalls ertappt wurden. Wir finden uns in der Ausgangssituation wieder und die Geschichte um Dennis endet. Mit Applaus der Schüler wird die Theatergruppe belohnt. Die ganze Zeit über haben sie aufmerksam das Schauspiel verfolgt und kaum einen Mucks gemacht. Nun bekommen sie die Chance, Fragen an die Gruppe zu stellen, natürlich auf englisch. Zunächst folgt Stille, keiner möchte seine Sprachkenntnisse vor der ganzen Schule auf die Probe stellen. Doch nach Ermutigung durch die Schauspieler trauen sich einige.

Persönliche Fragen, wie das Alter, interessieren die jungen Zuschauer am meisten. Auf die Frage "Bist du single?", erntet eine Schülerin viel Gelächter. Auch der Hauptdarsteller Oliver Aitchison (Dennis) nimmt die Frage mit Humor und bejaht ganz gelassen.

Den Jugendlichen hat das Schauspiel in Englisch gut gefallen, auch rückblickend können sie sagen, dass sie viel verstanden haben. Besonders die Soundeffekte und der aktive Einsatz der Kulissen, aber auch das sympathische Auftreten der Schauspieler, machten großen Eindruck.

White Horse Theatre

Die Organisation wurde 1978 von Peter Griffith, Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur und Musiker gegründet. Als erfahrener Lehrer legte er den Schwerpunkt auf pädagogisches Theater. 1980 wurde das Theater von der "British Army" nach Deutschland eingeladen, um an britischen Schulen zu spielen. Dort äußerten auch deutsche Lehrer ihr Interesse an englischsprachigem Theater. Heute hat das White Horse Theatre sechs Gruppen, aus jeweils vier Profi-Schauspielern, die durch ganz Deutschland reisen und an verschiedenen Schulen auftreten. Eine Tournee dauert etwa zehn Monate, die Stücke werden den Altersstufen entsprechend angepasst.

Informationen im Internet:www.white-horse-theatre.eu/de

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