Bonndorf legt vorerst einen Teil der Stadtbrunnen trocken – und zwar diejenigen, die über das Trinkwassernetz gespeist werden. Brunnen, die das Wasser über eigene Quellen beziehen, bleiben in Betrieb. Es sei dies eine sinnvolle Entscheidung der Stadtverwaltung, die der Trockenheit dieses Sommers geschuldet sei, erläuterte Bauhofleiter Georg Schanz im Gespräch mit dieser Zeitung.

Trinkwasserversorgung gesichert

Die Quellschüttungen des Zweckverbands Gruppenwasserversorgung Hochschwarzwald ließen nach, trotzdem sei die Trinkwasserversorgung der Einwohner weiterhin gesichert, versichert Georg Schanz. Die Verwaltung rufe die Menschen trotzdem zum sparsamen Wasserverbrauch auf und müsse deshalb als gutes Beispiel vorangehen, um die Quellen nicht unnötig zu belasten. Die abgestellten Brunnen werden diesen Sommer wohl nicht mehr ans Netz gehen, so Georg Schanz.

Stillgelegte Brunnen

Abgestellt wurden der Marienbrunnen und der Brunnen vor dem Müller-Markt in der Martinstraße sowie die Brunnen in der Brunnen-, Linden- und Bergstraße (zwei), der Brunnen beim Schwarzwald Hotel sowie der Brunnen an der Fuchsberghütte bei Wellendingen. Diejenigen Brunnen, die über eigene Quellen gespeist werden, bleiben dagegen in Betrieb. Es sind dies Brunnen in Dillendorf, Boll und Holzschlag sowie der Bonndorfer Schlossbrunnen und im Süßwinkel.

Versorgung von 23 000 Menschen

Bonndorf (2016: 6834 Einwohner) und Schluchsee (3691), Grafenhausen (2255 Einwohner), Ühlingen-Birkendorf (5230 Einwohner) und Lenzkirch (5034) versorgen zusammen über den Zweckverband Gruppenwasserversorgung Hochschwarzwald allein in diesen Kommunen zusammen mehr als 23 000 Menschen. Hinzu kommt noch die Komplettversorgung von Wutach (1213). Die Stühlinger Ortsteile Wangen und Schwaningen versorgen sich zwar weitgehend über eigene Quellen, ein Mehrbedarf wird jedoch ebenfalls über den Zweckverband Gruppenwasserversorgung Hochschwarzwald zugeliefert.