Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Bene Müller, Vorstand der Solarcomplex AG aus Singen. Mehr als 60 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über den Stand der Technik im Bereich der Photovoltaik zu erkundigen. Anhand der Daten eigener Anlagen der Solarxomplex wurden die technischen und kostenmäßigen Entwicklungsschritte der Photovoltaik nachvollzogen.

Ein wichtiger Schritt für die Gestehungskosten von Strom aus Photovoltaik sei 2011 das Erreichen der Netzparität gewesen, so Bene Müller. Dies bedeute, dass der Preis für einen Kilowatt Strom der Photovoltaik-Produktion dem Verkaufspreis an private Haushalte entsprach. Auch gegenüber den Kosten für Öl liege der Preis für die vergleichbare Energiemenge an Solarstrom mittlerweile günstiger.

„6, 8, 10“ sei das Schlagwort für die Branche. Diese Zahlen spiegeln nach den Worten von Bene Müller die kalkulierten Produktionskosten in Euro-Cent für ein Kilowatt Strom aus Photovoltaik, je nach Anlagentyp. Von Freilandanlagen, große Dachanlagen bis zur kleinen privaten Hausdach unter zehn Kilowatt Peak (KWp) reiche das Spektrum. Und die Werte seien noch konservativ gerechnet, wie Bene Müller betonte. Somit werde Nutzungen für ein eigenes E-Auto sehr realistisch.

Potenzielle Anlagenbetreiber können auf eine umfangreiche Palette an Förderkrediten zurückgreifen. Diese wurde durch Christoph Nägele, Leiter der Firmenkundenabteilung der Sparkasse Bonndorf-Stühlingen, präsentiert. Er hob hervor, dass neben den Förderkrediten auch ganz individuelle Finanzierungspläne aufgestellt werden.

In der Fragerunde zu den Vorträgen stand dann noch ein anderes Thema im Raum, für das Bene Müller mit der Solarcomplex in Bonndorf steht. Für den dritten Bauabschnitt der Nahwärmeversorgung sieht er positiv in die Zukunft. Bis Ende April laufen die Rückmeldungen der Hauseigentümer, sodass er zuversichtlich auf die Planvorstellung Mitte Mai blicke.