Das Warten hat bald ein Ende – in wenigen Tagen führt die Musical-AG des Bildungszentrums Bonndorf das Stück „Lampenfieber“ auf. In den vergangenen Wochen vor der großen Show liefen die Proben der 25 Laienschauspieler auf Hochtouren. Seit einigen Jahren finden nun schon jährlich die Musicals der Realschule Bonndorf statt und auch dieses Jahr ist es bald wieder soweit. Über die Jahre hatten viele Schüler und auch Eltern sowie Interessierte die Möglichkeit, die Aufführungen zu genießen, allerdings weiß nicht jeder, wie lange die jungen Schauspieler auf diesen einen besonderen Tag hingearbeitet haben.

Blick hinter die Kulissen

Blickt man hinter die Kulissen, zeigt sich, wie viel Organisation und Zusammenarbeit es für ein solches Projekt bedarf. Die Leiterin der Musical-AG, Carolin Gleichauf, gibt einen kleinen Einblick auf das Geschehen rund um den Auftritt. Carolin Gleichauf leitet die AG nun schon seit 2016. „Das ist meine dritte Aufführung“, sagt die Lehrerin. Denen, die das Schul-Musical seit einigen Jahren besuchen, sollte der Titel der diesjährigen Show bekannt vorkommen, denn es wurde 2013 schon einmal aufgeführt.

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Der Grund für die erneute Wahl ist die Rollenanzahl. Das Interesse der Schüler war zu hoch, um ein Musical mit nur zehn bis 14 Rollen aufzuführen, und so kristallisierte sich „Lampenfieber“ als beste Wahl heraus. Ein weiterer Faktor war auch die Liederzusammenstellung, denn wie Carolin Gleichauf meint, sei die Musik hier „besonders schön“. So hat jeder Teilnehmer eine Rolle und der Zuschauer viel Abwechslung – sowohl akustisch als auch in der Geschichte, denn mehr Rollen versprechen auch mehr Wechsel in den Perspektiven der Figuren des Spiels.

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Durch die vielen Schauspieler wurden diverse Rollen auch doppelt besetzt. Damit jeder dazu kommt, in seiner Rolle auf der Bühne zu glänzen, gibt es zwei Aufführungen, die von jedem besucht werden können und im Anschluss zwei weitere schulinterne Aufführungen für die fünften und sechsten Klassen der Realschule.

Da die Shows kurz bevor stehen, sind die Proben nun noch regelmäßiger, das heißt, auch schon mal während der Schulzeit, damit die Schüler die Möglichkeit haben, den Feinschliff zu machen. Dazu geht‘s dann auch ins Paulinerheim, damit die Schüler ein Gefühl für die große Bühne bekommen. Die Tänze für dieses Musical sind in Zusammenarbeit der Schüler und Carolin Gleichauf entstanden. „Wir haben Schüler- und Lehrerideen miteinander verbunden.“ Diese wurden in Gruppenarbeiten von den Schülern zu Tänzen vereint und dann zusammen geübt.

Das Zusammenwirken von verschiedenen Personen steht hier also an erster Stelle. Dies wird klar, wenn man einen Blick auf den offiziellen Flyer des Musicals wirft. Der zeigt weitere Mitwirkende, allen voran die Band, die für die musikalische Untermalung verantwortlich sein wird. Sie besteht aus drei Schülern aus der neunten und zehnten Klasse, sowie Matthias Veit, der schon aus vergangenen Aufführungen bekannt für seine Begleitung auf der Gitarre ist. Wie auch schon in den früheren Jahren werden die Schüler auch dieses Mal wieder von den vielen Stimmen des Schulchors unterstützt. Die Technik, also die Organisation der Mikrofone und das Bedienen des Scheinwerfers, wird von Frieder Sigloch übernommen. Dies ist eine wichtige Rolle, denn ohne jemanden, der sich um die technischen Spielereien kümmert, kann es hinter der Bühne sehr hektisch werden. Die Gesamtleitung hat Carolin Gleichauf, welche die Schüler vom Bereich vor der Bühne unterstützen wird. Larissa Martin kümmert sich um die Geschehnisse hinter den Vorhängen.

Heiß auf Auftritt

Auch Requisiten werden genutzt, welche von Cornelia Bleyer bereitgestellt wurden. Weiterhin sind auch die Bühnenbilder wieder vorhanden, welche in den vergangenen Jahren von der ehemaligen Kunstlehrerin Annette Ketterer gestaltet wurden. Kostüme werden dieses Jahr selbst mitgebracht, zumal die meisten Rollen in Alltagskleidung auftreten werden. Bis zum ersten Auftritt sind es noch einige Tage – die jungen Akteure brennen aber bereits darauf, auf die große Bühne zu treten. Fast jeder Schüler hat im Übrigen seine ganz eigenen Gründe dafür, beim Musical mitzumachen, so auch die beiden Freundinnen Isabell Zurin und Gina Gere. Isabell war im letzten Jahr ein Zuschauer und entschied sich daraufhin, selbst mitzumachen. Neue Leute kennenzulernen und Spaß an den Proben zu haben, sind jedoch nicht die einzigen Gründe: „Ich wollte schon immer mal auf eine Bühne“, sagt sie. Gina ist durch die Freundin ihrer Schwester auf die Musical-AG gekommen. „Wir sind wie eine Familie“, erzählt sie „und unsere Lehrerin ist sehr nett“. Gina ist schon seit dem vergangenen Jahr ein Mitglied der AG.