Die einzelnen Projekte in Bonndorf wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vorgestellt. Die Stadträte haben nun die Aufgabe, Prioritäten zu setzen – sprich, sich Gedanken darüber zu machen, welche Projekte in 2020 umgesetzt werden sollen und welche eventuell noch einmal verschoben werden können.

Ein Großprojekt, über das bereits in der Vergangenheit diskutiert wurde, ist die Sanierung des Brunnaderner Wegs. Wie Werner Steiert vom Stadtbauamt informierte, geht es hier nicht nur um eine Fahrbahnsanierung, hier müssten auch Wasserleitungen und Kanäle erneuert werden. Mit rund 700.000 Euro an Kosten rechnet Steiert für diese Maßnahme, die sicherlich in naher Zukunft angegangen werden muss – ob in 2020, ist noch offen.

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Auch die Sanierung der Straße „Am Rain“ würde eine stolze Summe Geld kosten. 600.000 Euro sind dafür veranschlagt. Nach den Worten von Werner Steiert beinhaltet dieser Posten den Straßenbau und den Gehwegbau. Ein Gehweg werde auch an der Straße „An der Steige“ in Wellendingen gewünscht, informierte die Verwaltung. Diese Sache gestalte sich aber relativ problematisch, weil der Platz für einen Gehweg fehlt. Um einen solchen anzulegen, müsste die Stadt Privatgrundstücke kaufen.

Zudem werde von einigen Anliegern befürchtet, dass der Gehweg dazu führen würde, dass noch schneller gefahren wird. Nichtsdestotrotz habe man das Projekt auf die Liste aufgenommen, die Kosten – inklusive Beleuchtung – liegen bei 225.000 Euro.

Der Gehweg in der Waldallee ist uneben und im Bereich der Bäume schmal. Eine vernünftige Lösung des Problems würde rund 70.000 Euro kosten, wobei auch dies eine verzwickte Sache sei, meinte Bürgermeister Michael Scharf. Würde der Gehweg verlegt, verlieren die Anwohner Fläche vor den Häusern, die Alternative wäre, die Bäume zu fällen, was sicherlich auch nicht bei jedem auf Gegenliebe stoße. Manchmal müsse man vielleicht auch mit den Gegebenheiten leben, sagte der Rathauschef.

Ein weiteres Straßenprojekt hängt mit der Erschließung des Baugebietes Hintere Ziegelmatt in Wellendingen zusammen. Die Kosten hierfür liegen bei 185.000 Euro. Und dann steht im ganzen Stadtgebiet noch die Fugensanierung der Granitrinnen an – Kosten: 120.000 Euro. Werner Steiert plädierte hier dafür, wenigsten einen Anfang zu machen. Die Probleme breiten sich nämlich aus wie Karies, meinte der Fachmann, wo es einmal angefangen hat, fallen die Steine raus.

Ins Geld läuft auch die Kanalsanierung. Die Arbeiten im Bereich Waldallee/Hans-Lembke-Straße bezeichnet Bürgermeister Michael Scharf als Pflichtaufgabe. Dies deshalb, weil der Kanal durch das neue Baugebiet „Waldfrieden“ neu dimensioniert werden müsse und die Erschließung des Baugebietes stehe in den Startlöchern. 40.000 Euro müssten hier investiert werden.

Behoben werde damit auch die Problematik von Rückstaus in dem Gebiet. Im Rahmen der Baugebietserschließung sei der Bau einer Regenrückhaltung notwendig. Mit einem Anteil von 10.000 Euro an den Kosten, würde sich die Stadt beteiligen. Den Kanal „In der Wallgis“, Dillendorf, hat die Stadt ins Eigentum übernommen. Hier stehen Investitionen von 20.000 Euro an.

In Gündelwangen müssen laut Werner Steiert ganze Kanalstrecken erneuert werden. Die Arbeiten, die auch notwendig sind, um eine erneute Betriebserlaubnis für die Kläranlage zu erhalten, werden rund 150.000 Euro kosten. Ebenfalls wichtig für eine gute Abwasserreinigung sei die Regenwasserbehandlung in Wellendingen.

Für 30.000 Euro sollen hier Planstudien in Auftrag gegeben werden. Der bestehende Regenüberlauf sei vor 28 Jahren eigentlich als Provisorium gebaut worden. „Da hat bislang gut funktioniert“, meinte Steiert, jetzt sei es aber an der Zeit, für die Zukunft zu planen. Zu guter letzt hat die Verwaltung noch die Sanierung von abgesackten Schachtdeckeln auf der Investitionsliste aufgeführt. Hier rechnet man mit Kosten in Höhe von 20.000 Euro.