Solange die Produkte der Hectronic GmbH zukunftsfähig seien, solange bleibe das Bonndorfer Unternehmen am Markt erfolgreich. Rund 30 Mitarbeiter, an der Spitze Geschäftsführer Stefan Forster, trafen sich zur „Sales Conference“ (deutsch: Vertriebstagung) mit 120 weiteren Teilnehmern aus etwa 30 Ländern, die weltweit angereist waren. Das zweijährliche Treffen an wechselnden Standorten sei für Hectronic enorm wichtig, um am Puls der Märkte zu bleiben, erläuterte Stefan Forster.

Was macht Bonndorf für ihn als Unternehmer attraktiv? Die loyalen Mitarbeiter, die geringe Fluktuation im Unternehmen, die hohe Effizienz am Standort – Stefan Forster antwortet im Gespräch, ohne zu zögern. Er sieht den ländlichen Raum allerdings auch mit finanziellen Investitionen gefordert, um den ansässigen Unternehmen allgemein eine gute Ausgangsbasis zu verschaffen.

Gerade die Stadt Bonndorf leiste unwahrscheinlich viel im Infrastrukturbereich – der Tiefbau stimme, die Schulformen im Bildungszentrum seien attraktiv, das schnelle Internet werde durch den derzeitigen Aufbau des kommunalen Glasfasernetzes wesentlich verbessert. Allerdings – der Öffentliche Personennahverkehr im Landkreis Waldshut sei durchaus verbesserungswürdig.

Junge Menschen dürften Deutschland nicht verlassen. Sie seien das Potenzial der Wirtschaft. In dieser Frage mache er sich mehr Sorgen um Deutschland als um die Region Bonndorf. Stefan Forster kommt auf die HeDu-Ausbildungstage zu sprechen. Diese sichern auch dem Hectronic-Unternehmen einen gewissen Pool an neuen Ausbildungskräften.

Möglichkeiten für Azubis

Immerhin – 20 Azubis, darunter fünf in einem Dualen Studiengang, finden sich derzeit am Standort Bonndorf. Die Quote von über elf Prozent am Personalstand bewertet Stefan Forster als außerordentlich hoch für ein Unternehmen der Größenordnung der Hectronic GmbH. Ausgebildet werde in den Bereichen Elektroniker für Geräte- und Systembau, Fachinformatiker, Industriekaufmann/-frau und Mathematisch-Technischer Software-Entwickler. Hochschulstudiengänge werden etwa in Konstanz, Furtwangen und am Campus Friedrichshafen angeboten.

Welche Marktbedürfnisse bestehen?

Die „Sales Conference“ des Unternehmens diene dazu, bei den Vertriebspartnern Marktbedürfnisse und -entwicklungen abzufragen, länderspezifische Kundenwünsche und -eigenarten zu ergründen, verschiedene Sicherheitsbedürfnisse zu berücksichtigen, aber auch eine geeignete Unternehmenspräsentation auszuloten, umreißt Stefan Forster.

Ziel sei es, eigene Stärken aus dem Kerngeschäft mit den neuen technologischen Möglichkeiten der Digitalisierung zu kombinieren. Dadurch erhöhten sich die Marktchancen des mittelständischen Unternehmens Hectronic GmbH. In der Region Bonndorf wird diese bedeutende Konferenz alle vier Jahr veranstaltet.

Wissensaustausch bei Konferenz

Der Konferenzkalender war denn auch diesmal prall gefüllt: Neben diversen Vorträgen und Workshops stand beispielsweise auch eine Werksbesichtigung für die Teilnehmer in Bonndorf an. Die „Sales Conference“ der Hectronic GmbH in Saig regte zum Wissensaustausch an. Im Speziellen: Informiert wurde über Möglichkeiten, allgemeine Entwicklungen und aktuelle Kundenprojekte.

Wichtig für die Hectronic GmbH seien die „Digital Services“ (deutsch: Digitale Dienste), die weltweit an Bedeutung gewinnen und auch noch weiter gewinnen werden und die auch im Mittelpunkt der Workshops der „Sales Conference“ standen. Diese Felder wolle das Bonndorfer Unternehmen weiterhin intensiv beackern, hier spiele die Hectronic GmbH am Markt vorne mit. Digitale Vertriebssysteme veränderten sich ständig, nicht nur für bestehende, auch im Hinblick auf künftige Produkte. Stefan Forster nennt App- oder auch transaktionsbasierte Lösungen des täglichen Lebens, an denen die Hectronic GmbH für ihr Portfolio arbeite.

Skisprung-Star Sven Hannawald zu Gast

Die „Sales Conference“ diente auch als Plattform, herausragende Projekte und Leistungen der Partner der Hectronic GmbH hervorzuheben. Als „Partner of The Year“ in der Sparte „Parken“ wurde die Firma Modul System aus Schweden ausgezeichnet. „Liquid Automation Systems“ aus Südafrika nahm die Auszeichnung in der Sparte „Tanken/Sensorik“ entgegen. Bei einer Schanzenführung auf der Sprunganlage bei Hinterzarten berichtete der 44-jährige Olympiagewinner und Vierschanzentournee-Sieger Sven Hannawald über sein Leben als Hochleistungssportler, seine Erfolge und den Burnout sowie Wege zurück ins Leben.