Herr Lorenz ab 1. Oktober ist Ihr Hauptarbeitsplatz wieder vornehmlich Bonndorf?

Ja, mein Büro wird auf jeden Fall in Bonndorf in der Allmendstraße sein. Allerdings werde ich für eine Übergangszeit noch mein derzeitiges Büro in Italien behalten, bis dort eine endgültige und langfristige Nachfolgeregelung getroffen worden ist.

Welche Erfahrungen haben Sie in Italien gemacht?

Das waren sehr positive Erfahrungen, die mich sowohl beruflich, als auch menschlich sehr geprägt und weiterentwickelt haben. Die Zeit war für mich selbst auch sehr erfolgreich. Ich habe dort eine Firma vorgefunden, die nachhaltige Veränderungen brauchte. Diesen Prozess habe ich eingeleitet, gesteuert und konnte ihn nun abschließen.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer Rückkunft nach Bonndorf besonders?

Ich freue mich sehr darauf, wieder mit altbekannten und langjährigen Kolleginnen und Kollegen an den vorhandenen und neuen Herausforderungen arbeiten zu können.

Was sind die neuen Herausforderungen für Dunkermotoren in Bonndorf?

Es ist bereits eine große Aufgabe den sehr, sehr guten Entwicklungen mit einer starken Marktnachfrage gerecht werden zu können. Dafür muss die Organisation und die gesamte Struktur des Unternehmens weiter gerüstet werden.

Wird es mittel- und langfristig noch mehr Mitarbeiter in Bonndorf geben?

Wir haben jetzt schon, also in diesem Jahr, deutlich mehr Mitarbeiter aufgebaut, um der gestiegenen Nachfrage Rechnung zu tragen. In Bonndorf alleine arbeiten derzeit knapp 1000 Arbeitnehmer, weltweit kommen nochmals 250 dazu. Wir haben ja nach wie vor eine sehr positive Aussicht auch auf das nächste Jahr. Demzufolge wird natürlich die Mitarbeiteranzahl weiter steigen.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte gefeiert werden, dass die 200 Millionen-Umsatzgrenze geknackt wurde. Was erwarten Sie für dieses Jahr?

Wir sind ja noch mitten im Jahr und kämpfen tatsächlich mit der Umsetzung der Nachfragen. Allerdings steht bereits jetzt fest, dass der letztjährige Umsatz auch dieses Jahr wieder deutlich übertroffen wird.

Wie wird denn die Chefetage in Bonndorf strukturiert, wenn Sie wieder vollständig vor Ort sind?

Manfred Bergsch hat uns übergangsweise in der Geschäftsführung sehr geholfen. Er wird mit meiner Rückkehr in den wohlverdienten Ruhestand eintreten. Ich selbst werde die Geschäfte dann leiten, gemeinsam mit dem vorhandenen und bewährten Führungsteam, das es ja die ganze Zeit gab und das tatsächlich hervorragende Arbeit geleistet hat. Wir ergänzen die Führungsmannschaft mit einer weiteren Person, die zum 1. Oktober von extern zu uns stößt.

Wie geht es dem Privatmenschen Uwe Lorenz mit der Rückkunft nach Bonndorf?

Damit geht es mir natürlich sehr gut. Es gehen gut zwei Jahre Fernbeziehung – zwischen Italien und Bonndorf – zu Ende. Die Freude, mehr zusammen sein zu können, ist in der ganzen Familie sehr groß.