Es war ein schönes Bild, die Musiker so gut gelaunt bei der 164. Hauptversammlungen der Trachtenkapelle Gündelwangen zu sehen, um Rückschau zu halten auf ein bewegtes Vereinsjahr mit vielen Auftritten wie lange nicht zuvor. Vorsitzender Mario Isele begrüßte Vertreter der Gemeinde, Narrenrat, Räuber. Auch Andreas Stoll, Abteilungskommandant der Feuerwehr war da – die Vereine im Ort bewiesen, dass sie eine Gemeinschaft sind. Schriftführerin Sandra Heurung erinnerte an das Jahreskonzert, Auftritte wie beim Bonndorfer Kreativmarkt, beim Landfrauenjubiläum, Auswärtsterminen bei den Wandertagen in Bachheim, Grafenhausen. Ein Höhepunkt war mit Sicherheit das gelungene Herbstfest.

Lob für Vereine

Drinnen Musik und Essen, draußen die Feuerwehr – der Gündelwanger Abteilungskommandant Andreas Stoll nutzte das Grußwort, seinen Stolz auszudrücken, in dem Ort zu wohnen, wo die Musik so viel für und mit dem Ort macht. „Bonndorf weiß, was sie an seinen Vereinen hat“, betonte Stadtrat Bruno Kalinasch. Passend fielen die Dankesworte von Mario Isele an Verwaltung und Gemeinderat für die gegebene Unterstützung aus. Mit Blick auf die kommenden Wahlen hofft er, dass die „Neuen“ auf derselben Linie bleiben.

Vereinsarbeit wird Verwaltungsjob

Dass es nicht leicht ist einen Verein angesichts immer neuer Vorschriften und Anordnungen zu führen, bemerkte Mario Isele mit Sorgenfalten im Gesicht. Ein Beispiel seien die neuen Datenschutzbestimmungen, die sogar dafür sorgten, dass man die Webseite des Vereins kurzzeitig vom Netz nehmen musste. „Die Vereinsarbeit wird zum Verwaltungsjob (in unabsehbarem Ausmaß), kein Wunder, dass viele Vereine Sorgen haben, die Vorstandsposten zu besetzen“, so Mario Isele.

Dirigent zufrieden mit Niveau

Bei der Trachtenkapelle ging bei den Wahlen alles rund. Wahlleiter Max Nägele und Helfer Bruno Kalinasch gratulierten den Vorstandsmitgliedern: Kassierer Mario Krajniak (neu) für Gerhard Schnorr (zwölf Jahre im Amt), stellvertretende Kassiererin Selina Sigwart und Beirat Fabian Marder. Dirigent Andreas Dörnte lobte das Niveau und den musikalischen Stand der Kapelle und dankte seinem Vize Ernst Waldvogel. Die Idee der Teilnahme an einem Wettbewerb des Blasmusikverbands findet er gut.

Kritik am Probenbesuch

Es stand ihm aber auch zu, mahnend auf den nachlassenden Probenbesuch hinzuweisen, in puncto Disziplin und Kommunikation will er Besserung sehen. Mit sehr gutem Beispiel geht Manfred Weiler, der an jeder Probe teilgenommen hatte. Nicht nur, weil er als Hausmeister die Schule für die Proben aufschließen muss – er ist seit Jahrzehnten ein Musiker mit Leib und Seele. Dirigent Dörnte war Zweitbester (97 Prozent), es folgten Andrea Bernhart, Armin Köpfer und Hans-Peter Risle (je 96 Prozent). Das beste Register war diesmal das Tiefe Blech, der Gesamtdurchschnitt der Probenteilnahme der Musiker lag bei 74 Prozent. Narrenvater Ralf Lossau und Martina Schaller von den Räubern dankten der Musik für die Gestaltung der Fasnet. Zusammen mit den anderen Vereinen werden Musiker helfen, das Schulhaus neu zu streichen, der nächste Termin wird das Gündelwanger Maibaumstellen am Dienstag, 30. April, sein mit anschließender Party „Fly in de Mai“ im Sumpfloch. Und das nächste Jahreskonzert wird ein Wunschkonzert sein, neben einer „Best Of“-Auswahl des Dirigenten können Titelwünsche an die Musik herangetragen werden.