Im unteren Foyer des Bildungszentrums Bonndorf haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler versammelt: Siegerhymnen tönen aus den Lautsprechern, Lehrer Nils Boll gibt Informationen übers Mikrophon, strahlende Jungen und Mädchen dürfen sich unter dem Applaus ihrer Schulkameraden Urkunden und Medaillen abholen. Die Siegerehrung für die erfolgreichen Teams der Bonndorfer Realschule am Minimarathon in Tiengen war eindrucksvoll inszeniert.

Die Leistungen der Mitschüler wurden mit kräftigem Applaus honoriert.
Die Leistungen der Mitschüler wurden mit kräftigem Applaus honoriert. | Bild: Juliane Kühnemund

Diese Ehrung haben sich die sportlichen Jugendlichen auch verdient. Zwei zweite Plätze, ein dritter Platz und ein vierter Platz sind nämlich das stolze Ergebnis, das sich die Mannschaften beim Mini-Marathon erkämpft haben. Die zehn besten Läufer einer Mannschaft kamen in die Wertung, jeder hatte eine Strecke von 4,2 Kilometern zu absolvieren. Im gesamten liefen die jungen Sportler also einen Marathon.

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Silbermedaillen gingen an die Jungen der Klassen fünf bis zehn (Wettkampf 6). Mit einer Gesamtzeit von zwei Stunden, 37 Minuten, 14 Sekunden erreichten sie den zweiten Platz in einem Teilnehmerfeld von 20 Mannschaften. Der Abstand zum Siegerteam (Realschule Tiengen) war mit nur 36 Sekunden denkbar knapp. Schnellster Läufer der Mannschaft war Lars Ganzhorn.

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Ebenfalls einen hervorragenden zweiten Platz (mit einer Zeit von 3:18:39) ergatterten die Mädchen der Klassen fünf bis sieben (Wettkampf 3). Sie behaupteten sich unter 16 Mannschaften, Mara Heer war die schnellste Läuferin. Gegen eine sehr große Konkurrenz hatten die Jungen der Klassen fünf bis sieben in der Wettkampfklasse 5 anzutreten. Hier waren 26 Teams an den Start gegangen, die Bonndorfer schafften mit einem dritten Platz (Laufzeit 2:48:47) den Sprung aufs Siegertreppchen. Mike Vetter war der Schnellste. Dabei sein ist alles – das gilt für die zweite Mannschaft des Bonndorfer Bildungszentrums, die in dieser Wettkampfklasse gestartet war. Die Läufer erreichten zwar keine vorderen Plätze, dürfen aber auf die persönlichen Leistungen stolz sein.

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Rang vier in der Wettkampfklasse 4 erreichten die Mädchen der Klassen fünf bis zehn unter 14 Teams. Mit einer Laufzeit von 3:18:48 schrammten sie nur knapp an einer Bronzemedaille vorbei. Die Nase vorn hatte in diesem Team Lorena Gfrörer. Jede einzelne Läuferin und jeder einzelne Läufer wurde von Nils Boll beglückwünscht, alle erhielten Urkunden und die unter den Top-Drei platzierten Teams Medaillen überreicht. Außerdem wurden sie mit kräftigem Applaus gefeiert.

Dabei-Sein steht im Vordergrund

Stolz auf die fantastischen sportlichen Leistungen seiner Schülerinnen und Schüler zeigte sich auch Schulleiter Tilman Frank, der der Sportfachschaft auch ein dickes Lob für die „pompös inszenierte Siegerehrung“ aussprach. Frank machte im Gespräch mit dieser Zeitung aber auch deutlich: „Es geht gar nicht um gute Platzierungen, das Dabei-Sein steht für uns im Vordergrund.“