Hat die Schule Interesse an der Gestaltung einer großen Fassadenaußenwand? Mit dieser Frage war Lydia Güntert, vielen bekannt als Wirtin des Gasthofs „Zum Sonntag“ in Bonndorf, an die Realschule Bonndorf herangetreten. Die Schüler und Lehrer der Realschule brauchten da nicht lange zu überlegen. Gerne nahm man diese künstlerische Herausforderung, schließlich bietet sich nicht alle Tage eine solche Gelegenheit. Da es sich um eine wirklich große Fassadenwand handelt, wurde das Projekt von mehreren Klassen geplant und durchgeführt.

Die Wand wurde in einzelne Segmente aufgeteilt und soll so eine Ausstellung darstellen, die in mehreren Räumen stattfindet. Loftcharakter entsteht durch die Betonwand an sich. Auch Rohre und diverse weitere Elemente unterstützen diesen Eindruck.

Unter der Leitung von Sigrun Eichin entstand mit der Klasse 9a das erste Segment. Es handelt sich dort um das Oberthema „Sprichwörter im Stile von Keith Haring“. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule haben sich nach mehreren Entwürfen für zwei Bilder entschieden. „Die Welt ist zu groß, um nur an einem Ort zu sein“ und „Auf Wolke 7 schweben.“

Gemütliches Sofa als Motiv

Die Klasse 10d mit Ellen Konrath hatte als Thema Variationen von Piet Mondrian und entschied sich für drei großformatige Bilder. Unterhalb des Fensters des Wintergartens bietet sich nun der Blick auf eine gemütliche Szene auf dem Sofa. Die Klassen 10a und c haben hier fleißig bei der Umsetzung mitgeholfen.

Das dritte Segment wurde von der 10b mit Cornelia Bleyer zu dem Thema „Schwarzwald anders“ gestaltet. Hier erhielten fünf Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre eigenen Bilder „auszustellen“. Die anderen Schüler übernahmen das Malen der Loft-Austattung.

Positive Bilanz zur Aktion

Seitens der Realschule wurde über diese Projekt eine rundum positive Bilanz gezogen. Die Schüler und Lehrer haben einiges gelernt, obwohl – oder gerade weil man so manches Mal auf unerwartete Schwierigkeiten bei der Umsetzung der kleinen Entwürfe auf diese Größe gestoßen war. Voller Freude könne man nun das gemeinsame Projekt abschließen und an die Familie Güntert übergeben, so die Informationen aus der Schule. Ein Dankeschön gilt der Familie Güntert, die Gelegenheit zu dieser kreativen „Dauerausstellung“ gegeben hat.