„Die Kündigung ist noch nicht schriftlich fixiert, aber es stehen Überlegungen an, wo der Sportschützenverein künftig seine Trainingseinheiten abhält“, so Oberschützenmeister Dietmar Eschbacher an der Hauptversammlung der Sportschützen. Dabei wies er darauf hin, dass die Jägervereinigung Hochschwarzwald, der das Schützenhaus gehört, den Schießbetrieb auf dem Schießstand zum Jahresende eingestellt hat.

Grund der Einstellung des Schießbetriebs sind neue Vorschriften zur Munition und anfallende Sanierungskosten. Der Schießstand der Jägervereinigung Hochschwarzwald in der Steinasäge (Stadt Bonndorf) gehörte einst Hubert Gerdes, der nach seinem Tod dem Verein seiner Jägerkollegen das Anwesen schenkte.

Heute besteht die Schießanlage aus vier Kugelbahnen, einem Stand, auf dem das Schießen auf den laufenden Hasen geübt werden kann und einer Bahn, auf der es das Ziel ist, Fertigkeit im Schießen auf den laufenden Keiler zu erwerben. Die Keilerbahn zeigt nach jedem Schuss durch eine elektronische Anzeige den Treffer an. Außerdem ist für Flugwildschützen eine Anlage zum Schießen von Tontauben vorhanden.

Bislang trainieren die 52 aktiven Sportschützen Bonndorf in verschiedenen Disziplinen im und am Schützenhaus Steinasäge. Nächste Woche treffen sich die Jäger zu einer Vorstandssitzung. Am Freitag, 26. April, indes wird die Hauptversammlung stattfinden. Die Sportschützen erstellten einen vorläufigen Kostenplan zum Erhalt des Pistolenstandes und der KK-Bahnen. Der Verein steht in Verhandlungen mit den Jägern und der Stadt.

Sportliche Leistungen

Schriftführer Kurt Tröndle wies in seinem Jahresbericht darauf hin, dass eine ziemlich aktive Mannschaft mit den Luft- und Sportpistolen beachtliche Erfolge erzielte. „Der Bau des Sportpistolenstandes hat sich bezahlbar gemacht.

Besonders gute Leistungen erbrachten Wolfgang Oberle und Dierk Hirt“, betonte Kurt Tröndle. Viel Spaß gab es am traditionellen Er- und Sie-Schießen. Ausgezeichnet schnitten die Bonndorfer Sportschützen bei den Kreismeisterschaften ab. Das Vereins- und Institutionsschießen dient unter anderem der Nachwuchssuche.

Bei den Männern erwiesen sich die Mannschaft Moser I und bei den Damen die PSV-Goldies als die Besten. Erstmals organisierte der Schützenverein unter Leitung von Wolfgang Oberle einen Schnupperkurs innerhalb des Kinderferienprogramms.

Beim Karabiner- und Parcoursschießen im Juni siegte die Mannschaft Bonndorf I vor Bräunlingen I (270), Bonndorf II (262) und Bräunlingen II (258). Im Einzelwettbewerb freute sich mit 97/3 von 100 möglichen Ringen Peter Meister (Ewattingen) über den Sieg, gefolgt von Andreas Isele (97/2), Wolfgang Oberle (96/4), Bernd Wild (96/2) und Wolfgang Ficke (95/4).

Beim Parcoursschießen erkämpfte sich Wolfgang Oberle mit 137 von 150 möglichen Ringen den Sieg. Die nächsten Plätze belegten Robert Peter (109), Andreas Isele (104), Otmar Ganter (102), Timo Strohm (94), Rainer Pfeifer (82), Thomas Weingart (82), Dietmar Eschbacher (79), Peter Meister (71) und Heinrich Müllek (53). Weitere Veranstaltungen waren das Königsschießen im Oktober und die Vereinsmeisterschaften im Oktober/November.

Die Vereinsmeister der Sportschützen (von links): Bernhard Reichert, Otmar Ganter, Thomas Weingart, Wolfgang Oberle, Andrea Peter, Robert Peter und Dietmar Eschbacher.
Die Vereinsmeister der Sportschützen (von links): Bernhard Reichert, Otmar Ganter, Thomas Weingart, Wolfgang Oberle, Andrea Peter, Robert Peter und Dietmar Eschbacher. | Bild: Andreas Isele

Von einem leichten Gewinn sprach Kassierer Heinrich Müllek zur Finanzlage. Ausführlich informierte Sportwart Otmar Gantert in seinen Sportbericht über die Leistungen. Oberschützenmeister Dietmar Eschbacher nutzte die Zusammenkunft, um allen Mitgliedern zu danken. Eine Satzungsänderung forderte die neue Datenschutzverordnung. Einstimmig beschloss und übernahm die Versammlung die Vorlage des Sportschützenverbandes.

Ehrungen

Urkunden und Geschenke überreichte anschließend Oberschützenmeister Eschbacher für treue Vereinsmitglieder. Geehrt wurden Liane (Mary) Stritt für 45 Jahre im Sportschützenverein Bonndorf, Günter Strittmatter, Kurt Preiser, Dietmar Eschbacher (35 Jahre), Reinhard Lemke und Rolf Maier (30 Jahre), Gerhard Bölle, Frank Kaiser, Joachim Moser, Rainer Pfeiffer, Andreas Vesenmayer, Christof Pfeiffer (25 Jahre) und Uwe Baumann (15 Jahre).