Ein schweres Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel mit Korngrößen von zwei Zentimetern zog am Donnerstag über Bonndorf hinweg. Gegen 16.15 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Bonndorf, „Land unter“ hieß es in einigen Kellern und Wohnungen. Eine Stunde vorher wurde schon die Nachbarwehr Ewattingen alarmiert, dort hatte schon vorher ein Gewitter in ähnlichem Ausmaß für Probleme gesorgt.

Wasser dringt in eine Wohnung ein

Der erste Einsatz der Feuerwehr Bonndorf war in der Allmendstraße, dort war Gefahr im Verzug. Wasser drang in eine Wohnung ein, in der sich eine gehbehinderte Frau befand. Das Wasser war ungehindert in einen Schacht geströmt, in dem sich auch ein Fenster zur angrenzenden Wohnung befand. Das Wasser stieg immer weiter, bis es dann auch in die Wohnung eindrang. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr war der Pegel soweit wieder gesunken, dass das Fenster geöffnet werden konnte und das Wasser mithilfe eines Wassersaugers abgepumpt werden konnte. Im Bereich der Küche war ebenfalls schon „Land unter“, dort setzte die Feuerwehr einen Sauger ein. Die Feuerwehr empfahl den Bewohnern, sich Sandsäcke zuzulegen, die am Rand des Schachts deponiert werden könnten, um künftig gerüstet zu sein für ein mögliches weiteres Unwetter dieses Ausmaßes.

Einsatz auch im Schloss

Einen weiteren Einsatz hatte die Feuerwehr in den Todtwiesen. Dort befand sich eine 60 Quadratmeter große Wohnung unter Wasser. Auch hier kamen Wassersauger zum Einsatz, um die Wohnung wieder trocken zu legen.

Die Hilfe der Bonndorfer Feuerwehr war auch wieder einmal im Schloss gefragt. Auch in das altehrwürdige Gebäude war – wie schon öfters – Wasser eingedrungen und musste mithilfe von Wassersaugern entfernt werden. Nach rund 1,5 Stunden waren die Einsätze beendet. Im Einsatz waren das TLF, das HLF, der GWT, der LF20 KatS von Wellendingen und der MTW sowie zwölf Mann.