Wer wie gewohnt die Bonndorfer Allmendstraße befährt oder als Fußgänger nutzt, dem fällt seit Kurzem eine von außen ins Auge fallende Räumlichkeit auf. Bei näherem Hinschauen entpuppt sich das Ganze hinter der langgezogenen Fensterfront als ein neu eingerichtetes Restaurant. Was hat es mit diesem neuen Restaurant auf sich? Wir haben nachgehakt und dem Restaurant einen Besuch abgestattet.

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Zum Vor-Ort-Termin zur klassischen Mittagszeit empfangen Eckhard Fechtig, einer der drei Geschäftsführer, und Laura Gantert, Marketing Assistentin. Um es gleich vorwegzunehmen: Es handelt sich tatsächlich um ein neu geschaffenes Restaurant mit dem Namen Papperla-Pub. Die schwierige Suche nach geeigneten Fachkräften war nicht zuletzt Anlass, diesen Schritt zu wagen.

Eckard Fechtig, Geschäftsführer Hectronic, und Susanne Pluhatsch, die das Papperla-Pub leitet. Bilder: Erhart Morath
Eckard Fechtig, Geschäftsführer Hectronic, und Susanne Pluhatsch, die das Papperla-Pub leitet. Bilder: Erhart Morath | Bild: Erhard Morath

Doch der Reihe nach. Nach dem Empfang geht es in einen hellen, eher zurückhaltenden, jedoch im Detail pfiffig gestalteten Raum, in dem sich zu dieser Zeit etwa 20 Menschen auf den 60 Sitzplätzen aufhalten. Es wird geredet, man unterhält sich und vor allem: Hier wird zu Mittag gegessen. Die Einrichtung hebt sich positiv von einer „normalen“ Firmenkantine ab. Echter Blumenschmuck auf sämtlichen Tischen, bequeme, einladende Sitzgruppen in verschiedensten Varianten, ein Klavier, moderne Druckgrafiken an den Wänden, ein Stammtisch, einige Stehtische für alle Fälle und die bereits erwähnte, zur Straße hin offene Fensterfront, springen ins Auge.

Küche ist offen einsehbar

Und bei einem kleinen Rundgang fällt die auf dem neuesten Stand der Technik befindliche, offen einsehbare Küche auf. Hinzu die Theke als Anlaufstelle für die Ausgabe der Speisen und Getränke, einschließlich der Salatbüffetzeile. Beim gemeinsamen Mittagessen gibt es noch mehr Informationen zum Papperla-Pub, angefangen von der Idee, über Planung und Verwirklichung bis hin zu den Zukunftsperspektiven.

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1,5 Millionen Euro hat Hectronic für künftige Anforderungen und Strukturanpassungen investiert. Dabei war das Hauptgebäude um einen Stock erweitert worden. In einer Bauzeit von acht Monaten entstanden 20 neue Arbeitsplätze, verteilt auf 300 Quadratmeter sowie Schulungs- und Konferenzräume auf weiteren 150 Quadratmetern. Ein Mosaiksteinchen dieser umfassenden Umstrukturierung bildete die Einrichtung einer Kantine. Weg vom verstaubten Flair der Einstigen im Untergeschoss. Mit dem Namen Papperla-Pub, der feinen Einrichtung und der Platzierung im Erdgeschoss allein war es jedoch längst noch nicht getan.

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„Dass wir mit Susanne Pluhatsch eine Wunschkandidatin für die Betreibung unseres Restaurants gewinnen konnten, kam einem spontanen Glücksgriff gleich. Wir hatten sie und ihr Unternehmen PluCatering im Rahmen unserer Weihnachtsfeiern im Hohenlupfenschloss mehrfach kennengelernt“, erzählt Eckhard Fechtig. Der letztlich entscheidende Schritt, die neue Kantine zu übernehmen, habe sich anschließend einschließlich aller Modalitäten nahezu zwangsläufig ergeben.

Täglich drei Gerichte

Und seitdem werden täglich drei verschiedene Gerichte angeboten, die individuell mit diversen Beilagen kombiniert werden können. Neben ganzen Menüs, eines stets vegetarisch, stehen auch leichte Kost, Salatteller, Desserts oder Suppen zwischen 11.30 und 13.30 Uhr zur Auswahl. Von 8.30 bis 9.30 Uhr können belegte Brötchen, Brezeln oder Croissants gekauft werden. Alles wird frisch zubereitet und stammt aus regionaler, heimischer Produktion. „Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass im Einzelfall ein Gericht auch einmal ausverkauft sein könnte“, räumte Susanne Pluhatsch ein. In der Planung, beim Einkauf oder bei der Mitarbeitereinstellung kommt ihr eine langjährige Erfahrung im gastronomischen Bereich (zum Beispiel bis zu 400 Essen bei Sto in Weizen), ihr Mitarbeiterteam einschließlich Köche, zu Gute.

Restaurant für Jedermann offen

Und das Interessante daran: Das Restaurant Papperla-Pub steht nicht nur den Hectronic-Beschäftigten, sondern jedermann offen. Davon werde bereits regelmäßig Gebrauch gemacht, hieß es. Um allen Interessenten einen Einblick in den Ablauf und die Räumlichkeiten zu ermöglichen, wird am 18. März ab 19 Uhr zu einem „Schnupperabend“ eingeladen. Bei Häppchen und Getränken können die Gäste im Rahmen eines Hauskonzertes mit einer bekannten Jazz-Sängerin zwanglos Platz nehmen, zuschauen und genießen. Vielleicht lässt sich bis dahin auch der offene Garten- und Terrassenbereich, bestens geeignet für sommerliche Barbecue- und Salattage unter freiem Himmel, präsentieren.

Mit Restaurant gegen den Fachkräftemangel

Als Beweggründe für die Einrichtung einer Kantine nannte Stefan Forster, Geschäftsführer, auch das Bestreben, gute Fachkräfte für Hectronic als Mitarbeiter zu gewinnen. Eckhard Fechtig ergänzt: „Neben kurzen, schnellen Wegen zur Einnahme eines direkt zubereiteten Mittagessens soll den Besuchern, Gästen oder Kunden ein Ort geboten werden, um sich unterhalten oder abschalten zu können.“