Auch im zehnten Jahr nach Einführung des Kulturbusses haben die Kulturschaffenden in Bonndorf, Wutöschingen, Löffingen und der Hochschwarzwald Tourismus GmbH noch lange nicht genug. Alle seien froh über den kulturellen Austausch in der Region, sprach Gudrun Deinzer, Vorsitzende des Folktreff, den Kollegen Karlheinz Rontke, Leiter des Kulturamts Löffingen, Jessica Stolz von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) und Annette Loll, Vorsitzende des Kulturring Wutöschingen, aus den Herzen.

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Vorgestellt wurde im Bonndorfer Rathaus das kulturelle Herbstprogramm (September bis Dezember), das die Kulturschaffenden aus Bonndorf, Wutöschingen, Löffingen und der HTG für Schluchsee in der Region weiter verankern möchten.

Für 2 Euro zu Kulturveranstaltungen

Es sei kein Konkurrenzkampf zu spüren, bewertete Gudrun Deinzer die Zusammenarbeit. Es sei von Anfang an das Ziel des Kulturbusses gewesen, ein Angebot an Formaten und Künstlern den Interessierten in der Region anzubieten. Es sei ein Wert an sich, der die Qualität des kulturellen Angebots der Region steigere. Und durch den Einsatz des Kulturbusses, der Interessierten aus den Kommunen Löffingen, Bonndorf, Wutöschingen und Schluchsee zu den Veranstaltungen abhole, könne jeder die Abende genießen – und dies zu einem unschlagbar günstigen, kommunal bezuschussten Busticketpreis von 2 Euro.

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Erstmals überschneiden sich zwei Veranstaltungen zeitlich – „Der blonde Engel“ in Bonndorf und die Kammerlander-Reportage in Schluchsee. Ein Wagnis? Nein, meinte Gudrun Deinzer, denn es seien Veranstaltungen unterschiedlicher Thematik.

Kulturbus fährt seit 2010

Den Kulturbus gibt es seit dem Herbst 2010. Initiatorin war die Folktreff-Vorsitzende Gudrun Deinzer. Damals habe sie nach einem Veranstaltungsformat für die Region gesucht. Die Menschen sollten in ihrem Lebensumfeld angesprochen werden, jeder teilnehmende Kommune einen Höhepunkt bieten. Gleichzeitig sollten die Veranstalter von den Kulturinteressierten wahrgenommen und ein günstiger Busservice angeboten werden. Die Idee des Kulturbusses war geboren – voilà.

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Habe man überlegt, dieses Format auch räumlich zu erweitern? Es habe Anfragen gegeben, ja, so Gudrun Deinzer. Ausschlaggebend, den jetzigen Veranstalterrahmen beizubehalten sei jedoch gewesen, die Anreisezeiten zu Veranstaltungen so kurz wie möglich zu halten.

Bus fährt sogar zur Haustür

Der Kulturbus sei für ihn als Busunternehmer eine Herzensangelegenheit, äußerte sich Ingo Bauer. Wichtig sei, dass sich die Gäste von Anfang an gut betreut fühlen. Flexibel auf Zuschauerzahlen oder Herausforderungen zu reagieren, gehöre dazu. Eine Besonderheit gebe es: Sollten Gäste die einzigen Mitfahrer aus einer Gemeinde sein, werden diese von zu Hause abgeholt, wenn sie vorher die Telefonnummer hinterlassen haben.

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Als Bonndorfer Bürgermeisterstellvertreter freue sich Ingo Bauer, mit dem Folktreff einen Kleinkunstveranstalter am Ort zu haben, der einen guten Ruf in der Region habe. Dass nicht zuletzt dadurch tolle Kulturveranstaltungen in Nachbarkommunen angefahren werden können, sei großartig. Die Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg zeige laut Ingo Bauer, dass jenseits aller bürokratisch gesetzten Grenzen an die Menschen gedacht werde.