Sie waren alle wieder kerngesund, die neun Darsteller der Theatertruppe des SV Dillendorf. Mit ein paar Tagen Verspätung war deshalb am Samstagabend Premiere des Schwanks in drei Akten „Opa, es reicht“ von Bernd Gombold im Gemeindesaal. „Ding Dong“, Oskar Hogg, der Ehrenvorsitzende, begrüßte das bestens gelaunte und erwartungsvolle Publikum.

Soviel sei schon vorab gesagt: In der Kreisliga B ging der SV Dillendorf im unteren Mittelfeld in die Winterpause. In der Oberliga der Vereinstheater sind die Mitglieder aber nach wie vor ganz oben mit dabei, Abstiegssorgen sind nach diesem abwechslungsreichen und spielfreudigen Abend jedenfalls nicht zu erwarten.

Witz: „Opa, es reicht“ heißt der Schwank in drei Akten, den der SV Dillendorf auf die Bühne bringt. Opa Ralf Rebmann hat es faustdick hinter den Ohren.
Witz: „Opa, es reicht“ heißt der Schwank in drei Akten, den der SV Dillendorf auf die Bühne bringt. Opa Ralf Rebmann hat es faustdick hinter den Ohren. | Bild: Wolfgang Scheu

Regisseur Lothar Gantert hat sein Ensemble bestens in Form gebracht, die Mischung aus alten Hasen auf der Bühne (Severine Tritschler, Rebecca Baumgartner und Margot Schenkelberger), den anderen geübten Darstellern und Neuling Heiko Dietsche, der sich eindeutig einen Stammplatz in der Theater-Mannschaft erspielt hat, hat sich bewährt. Alle Schauspieler haben überzeugt. Das Publikum hat nicht nur geschmunzelt, es wurde laut gelacht und geklatscht.

Es geht ums Erben, um ein altes Traumpaar, eine geizige Schwiegertochter, vornehme Städter auf dem Land, aufdringliche Versicherungs- und Staubsaugervertreter und vieles mehr. Ein Unfall bringt eine Lawine ins Rollen und da ist noch der Opa, der seine Oma auch nach 50 Jahren noch liebt wie am Anfang. Dass sie vieles vergisst, damit geht er prima um. Eine Einwanderungswelle auf dem Hof durch eine Großfamilie – eine evangelische – droht, und dann ist da noch ein ungelöster Kriminalfall.

Spielfreude: Christian Schüler geht ganz in seiner Rolle auf.
Spielfreude: Christian Schüler geht ganz in seiner Rolle auf. | Bild: Wolfgang Scheu

So, jetzt ist viel gesagt, aber trotzdem kaum etwas verraten – das wollen wir auch nicht, die Vorfreude derer, die die nächste Aufführung am 12. Januar besuchen werden, soll auf keinen Fall getrübt werden. Übrigens: Nackte Haut gibt es zu sehen – und blutig wird es auch. Trotzdem bleibt alles garantiert jugendfrei. Ein älterer Besucher hat es nach der Vorführung auf den Punkt gebracht: „Wenn es so was doch nur einmal im Fernsehen gäbe, statt der vielen Krimis“, sagte er.