Alfred Albert ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren. Nicht nur seine große Familie, auch die Dorfgemeinschaft Wellendingen und einstmalige berufliche sowie politische Weggefährten trauern um ihn. Die Schwerpunkte, die Alfred Albert in seinem Leben setzte, waren für ihn immer auch Herzenssache und bedeuteten für ihn uneingeschränkten Einsatz. Akribie, Bedacht und Ausgeglichenheit prägten nicht nur seine Berufstätigkeit, sondern sämtliche Lebensbereiche.

Region trägt seine Handschrift

1976 übernahm der Zimmermannmeister den väterlichen Betrieb. Er expandierte kontinuierlich, sowohl personell als auch mit einer baulichen Erweiterung. Zahlreiche Bauwerke in der Region tragen seine Handschrift, die im Mühlenmuseum sowie der Kapelle der Grafenhausener „Tannenmühle“ ihren markantesten Ausdruck findet. Ein Dutzend Mitarbeiter standen zeitweilig unter seiner Verantwortung und ebenso viele junge Männer erlernten unter seiner Anleitung das Zimmermannhandwerk. Es erfüllte den Verstorbenen mit Stolz, dass etliche davon sich zum Techniker oder Ingenieur weiterbildeten oder selbst ein Handwerksunternehmen gründeten. 1998 zog sich Alfred Albert aus dem Berufsleben zurück. Doch selbst danach interessierte er sich für jedwede Baustelle in seiner Heimatgemeinde und auch darüber hinaus.

Im Vorstand der Zimmermannsinnung

Fast ein Vierteljahrhundert lang engagierte er sich im Vorstand in der Zimmermannsinnung. Politisch aktiv war Alfred Albert aber auch im Gemeinderat. Zunächst in Wellendingen, nach der Eingemeindung im Bonndorfer Ratsgremium, vertrat er bis 1994 die Bürgerinteressen in der CDU-Fraktion. 17 Jahre lang stand Alfred Albert der Wellendinger Feuerwehr als Kommandant vor. Bereits im Alter von 18 Jahren war er der Wehr beigetreten. Noch bis vor kurzer Zeit nahm der Ehrenkommandant jeden Termin der Altersmannschaft wahr.

Familie spielt große Rolle

Dreh- und Angelpunkt seines Lebens war jedoch stets seine Familie. 1960 heiratete Alfred Albert die Wellendingerin Stefanie Schlegel, die ihm vier Töchter und zwei Söhne schenkte. Diese wiederum machten ihn mit elf Enkeln sowie zwei Urenkeln als Groß- und Urgroßvater glücklich. 1988 verstarb seine Frau. Mit Erika Kaufer, die er 1991 heiratete, vergrößerte sich die Familie um weitere fünf Kinder und inzwischen sieben Enkel sowie vier Urenkel. Alfred Albert war ausgesprochener Naturfreund, erkundete auf Reisen auch gerne nahe oder ferne Länder. Beigesetzt wird Alfred Albert den Krisen bedingten Regulierungen entsprechend im engsten Familienkreis. Ein öffentlicher Trauergottesdienst wird später stattfinden.