Herr Roth, in Holzschlag hatten Sie über einen anderen Anbieter eine relativ schnelle Internetleitung, ganz im Gegensatz zu ihrem Wohnort in Gündelwangen. Warum haben Sie mit beiden Anschlüssen zum kommunalen Glasfasernetz gewechselt?

Weil ich der Meinung bin, dass Glasfaser der beste und schnellste Zugang zum Internet und eben auch zukunftsfähig ist. Man sieht in benachbarten Landkreisen, was da geht und vor allem was nicht geht. Das sind Unterschiede, wie Tag und Nacht. Deshalb bin ich der Meinung, dass man diese Möglichkeit, wie wir sie hier mit dem Netzausbau durch die Stadt Bonndorf bekommen haben, einfach unterstützen muss.

Sie haben von der Zukunftsfähigkeit der Leitung geredet, was machen Sie aktuell mit dem Anschluss hier?

Wir benutzen Online-Kataloge, bestellen Ersatzteile. Wir fahren Updates der Diagnosesysteme via Internet. Wir können für schwierigere Fälle auch den Hersteller aufschalten, um Unterstützung in der Diagnose zu erhalten. Ich mache hier im Betrieb auch Smarthome. Das heißt, Gebäudeüberwachung, Heizungsregelung, Lichtsteuerung laufen über Internet.

Sie haben andere Zeiten erlebt. Wie war es, bevor Sie schnelles Netz hatten?

Ganz früher war das über einen anderen Anbieter, da lief fast gar nichts. Wenn einmal Gewitter war, hatten wir teils Stunden und teils tagelang kein Telefon. Dann hat man sich beholfen über eine Satellitenlösung, das waren dann 1000 Kilobit/Sekunde (1 Mbit/s), das war schon etwas besser. Danach kam ein anderer Anbieter und das war schon ein Highlight, das läuft auf 200 Mbit/s, und ich könnte es erhöhen auf 400 Mbit/s, allerdings läuft es über Fernsehkabel. Glasfaser ist die zukunftssichere Technik, man wird höhere Geschwindigkeiten erreichen und künftig brauchen.

Wie ist das mit den Updates für Ihre Testgeräte gelaufen?

Ein Update lief über Stunden, man hat das oft über Nacht gemacht, in der Hoffnung, dass es am nächsten Morgen durch ist. Aber es ist beim Ladevorgang immer wieder zu einem Abbruch gekommen, aufgrund eines Fehlers, und man musste nochmal anfangen. Das war wahnsinnig zeitaufwendig und ist kein Vergleich zu jetzt.

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Wie nutzen Sie Ihren Glasfaseranschluss jetzt daheim?

Ich höre extrem gerne Musik und streame. Ich mache daheim auch Smarthome. Ich mache Lichterstimmungen, die man mit smarten Lampen herstellen kann. Ich streame Filme, ich kann Datensicherung überspielen vom Geschäft nach Hause, um geschützt zu sein gegen Brand oder auch Diebstahl. Ich nutze das Internet auch zum Einkaufen. Es ist bequem, wenn man nach Feierabend Zeit hat zum Stöbern. Ich liebe eBay-Kleinanzeigen, weil ich alte Sachen sehr gern mag und da findet man viel, auch ohne Flohmarktbesuch.

Nutzen Sie das Internet auch als „Mega-Lexikon“?

Ja natürlich. Wenn man etwas wissen möchte, nutzt man Suchmaschinen. Wenn man irgendwo hinfahren will, bucht man Tickets. Es ist halt einfach sehr bequem.

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Nutzen Sie die örtliche Wirtschaft?

Ja. Ich bin ja auch vor Ort und bin dankbar, dass meine Kunden ihre Ersatzteile nicht online über ein Portal kaufen. Ich kaufe entsprechend selbst auch bei den Händlern vor Ort ein und weiß die Beratung zu schätzen. Und es ist auch schön, dass man das Objekt in Ruhe anschauen und sich alles zeigen lassen kann.

Welche Rolle spielt der Glasfaseranschluss Ihrer Meinung nach für den Wert Ihrer Immobilie?

Ich kenne kein genauen Zahlen, aber das ist eine Grundvoraussetzung, um eine Immobilie verkaufen zu können. Viele Leute sind darauf angewiesen, auch von zu Hause aus arbeiten zu können. Das gehört dazu, wie Strom und Wasser.