Nach einem Jahr Pause starteten Narrenrat und Hansele der Pflumeschlucker mit dem "Strählen" durch die Gasthäuser wieder im Lindenbuck. Die Lausbubengeschichten der Klasse Hansel Pflum lockten am frühen Abend nicht so viele Besucher wie erhofft in das Traditionshaus.

Die Klasse um Lehrerin "Marcella" Marco Johner marschierte (fast) pünktlich um 18 Uhr mit dem Narrenmarsch im Lindenbuck ein. Mit flotter Zunge, spitzen Bemerkungen, lustigen Anekdoten und frechen Liedern sorgten sie eine gute Schulstunde für beste Unterhaltung, ehe sie sich mit einer Polonaise durch die Lokalität auf den Weg zum nächsten Auftritt machten.

Lehrerin Marcella hatte ihre Jungs und Mädels im Griff und brachte sie immer wieder zu besonders guten Leistungen. Manch ein Vortrag hatte sich die Note eins verdient. Zum Beispiel Markus Pfendler, der einen Aufsatz zum Besten gab. Die Ereignisse sollen sich so oder ähnlich zugetragen haben. Rosi Oberle war als Bedienung bei dr Hauptversammlugn der VSAN eingeteilt, erfüllte den Narren aus Wangen im Allgäu erfindungsreich den Wunsch nach kalten Getränken, als gar keine mehr da waren. Als es ans Aufräumen ging, musste ihr Mann Wolfgang sie in ihrem Elan bremsen, sonst hätte sie die Markierungen der Spielfelder in der Halle mit einem Messer entfernt.

"Steffi" Steffen Vesenmayer beschrieb in seiner Ballade die Irrungen und Wirrungen um ominöse Geldflüsse im Hause Woll. Sohn Niklas und seine Fußballfreunde hatten am unerwarteten Geldsegen jedenfalls ihre Freude. Clemens Podeswa erzählte die Anekdote vom Blumenstrauß, den die Guggenmusiker am Schmutzige Dunnschdig für Andrea Maier als Dankeschön fürs Frühstück mitbrachten. Kurze Zeit später wurde er wieder abgeholt, weil sie ihn für den Geburtstag von Daniela Hany brauchten.

"Goldi" Michael Goldberg berichtete, wie Sigi Schwenninger an einem Sonntag seine Treppe strich und dann mit einer Leiter bei seiner Frau "Fensterln" musste, um wieder in die Wohnung zu kommen. Mit dem "Mieze-Katzen-Rap" brachte Paul Müller die Gäste nicht nur mit seiner unvergleichlichen Art zum Lachen, er ließ sie auch den Refrain singen. Karin Spieß fand im Rap ihre eigentlich totgeglaubte und vom Nachbarn beerdigte Katze plötzlich in der eigenen Waschküche wieder.

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