Bonndorf Geschäftsführer von Dunkermotoren: "Wir sind sehr gute aufgestellt und auf sehr gutem Wachstumskurs"

Die Geschäftsführer von Dunkermotoren, Uwe Lorenz und Matt French, waren in dieser Woche in Bonndorf. Im Interview sprechen sie über die Gründe für die Trennung von Markus Roth als Geschäftsführer und blicken auf die Entwicklung des Unternehmens.

Markus Roth, der bis vor wenigen Wochen Geschäftsführer bei Dunkermotoren vor Ort hier in Bonndorf war, ist sehr plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Warum?

French: Herr Roth ist nicht verschwunden, sondern der Konzern und Herr Roth haben sich im Einvernehmen getrennt. Es ist auch nicht so, dass hier ein Vakuum zurückgeblieben wäre. Dunkermotoren kann sich glücklich schätzen, ein starkes Managementteam auf verschiedenen Ebenen vorzuweisen, das jeweils motivierten Mitarbeitern vorsteht. Nur so kann eine Firma der Größe auch erfolgreich wirtschaften.

Dennoch ist es erstaunlich, dass die Firma derzeit niemanden hat, der ständig als Geschäftsführer vor Ort ist.

Lorenz: Sowohl Herr French, als auch ich haben mit den Funktionen im Konzern eine sehr gute Sicht auf die Notwendigkeiten und Gegebenheiten, die eben auch für Dunkermotoren als ein Mitglied der Ametek-Familie wichtig und überaus nützlich sind. Das ist für die Mitarbeiter in Bonndorf sicher mindestens ebenso wichtig, zumal man sich hier, wie gesagt, auf ein insgesamt gutes Team stützen kann. Aber wir sind natürlich beide immer wieder vor Ort und zudem jederzeit über moderne Kommunikationsmittel in Verbindung.

Wie hat die Belegschaft auf den Weggang von Herrn Roth reagiert?

Lorenz: Generell, soweit wir das im Betrieb wahrnehmen, ziemlich neutral. Und die Kollegen und Kolleginnen, die nah dran waren, sind in gestalterischer Aufbruchstimmung, sprich ihr Blick ist in die Zukunft gerichtet.

Herr Lorenz. Sie waren bereits in Bonndorf vor Ort bei Dunkermotoren als Geschäftsführer tätig. Ihre Familie lebt noch hier. Werden Sie wieder ständig nach Bonndorf kommen?

Lorenz: Das ist im Moment überhaupt nicht das Thema. Meine Aufgaben in Italien und seinen weiteren Standorten in Brasilien, Tschechien und Serbien sind nicht nur herausfordernd, sondern auch sehr wichtig und interessant. Und ich stehe auch dort zu meiner Verantwortung und meinem Wort. Als Familie haben wir uns auf die Situation gut eingestellt. Ich war im Übrigen ja die gesamte Zeit Geschäftsführer an der Seite von Herrn Roth für Dunkermotoren, habe also den Kontakt nie verloren. Was ich damals, als ich nach Italien gegangen bin, gesagt habe, gilt wie heute: Wer hier einmal war, wird immer irgendwie auch Dunkerianer bleiben.

Werden Sie sich wieder mit einem Geschäftsführer vor Ort in Bonndorf verstärken?

French: Wir sind sehr gut aufgestellt wie vorhin erläutert, also hat dieses Thema heute keine Priorität. Ich kann nur wiederholen, was ich vorhin gesagt habe, hier ist kein Vakuum entstanden. Wir sind ganz nah am Geschehen vor Ort, jederzeit.

Wird es andere Veränderungen für die Mitarbeiter geben?

Lorenz: Nicht wirklich. Wir sind super aufgestellt und sehen keine Notwendigkeit für substanzielle Veränderungen.

Dunkermotoren wird in diesem Jahr die 200-Millionen-Umsatzmarke reißen. Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung?

French: Absolut. Wir sind über die ganzen Jahre auf einem sehr guten Wachstumskurs und liegen damit über dem Branchenschnitt. Das sind die Früchte der strategischen Weichenstellungen der letzten Jahre, die wir jetzt froh sind einzufahren. Gleichzeitig stellen wir die Weichen für weiteres Wachstum in der Zukunft.

Wie ist das mit der Gewinnmarge? Hat die eine ähnliche Steigerung erfahren?

French: Wir sind auch mit der Gewinnmarge sehr zufrieden, was uns ja im Übrigen erlaubt auch weiterhin signifikant in unser Geschäft zu investieren.

Kürzlich war zu lesen, dass weiterhin für Dunkermotoren vor Ort investiert wird. Gibt es strategische Ziele, die Sie derzeit vor Augen haben?

French: Dank der positiven Entwicklung haben wir wirklich einige strategische Ziele, die wir konsequent verfolgen und auch umsetzen, speziell auch hier am Standort.

Welche Rolle spielt Dunkermotoren innerhalb des Ametek-Konzerns?

French: Dunker ist eine der größten Einzelgesellschaften im Ametek-Konzern. Ich glaube, das sagt schon viel über den Stellenwert der Firma im Konzern und demzufolge ist es ein wesentlicher Eckpfeiler im Konzern.

Wird Dunkermotoren weiterhin am Standort Bonndorf diese Rolle spielen?

French: Selbstverständlich ja! Wir haben hoch qualitative und innovative Produkte, hervorragende Mitarbeiter und ein großes Wachstumspotenzial, was in Summe den Standort unbestritten auch weiterhin als unser Flaggschiff der Zukunft von Dunkermotoren belässt.

Die Personen

Matt French, 49, und Uwe Lorenz, 40, fungieren als Geschäftsführer von Dunkermotoren. Beide haben zusätzlich andere Aufgaben im Ametek-Konzern, Lorenz in leitender Position in Italien für die Geschäftseinheit MAE, French als Gesamtverantwortlicher Sr. Vice President für die Advanced Motion Solutions zu der auch Dunkermotoren gehört in Kent/Ohio. Beide waren in dieser Woche in Bonndorf, wo sie unter anderem den Vortrag von Sportwissenschaftler Joachim Auer besuchten. Dieser war auf Einladung der Firmen Hectronic und Dunkermotoren im Nachgang zu den HeDu-Tagen nach Bonndorf gekommen. 

Ihre Meinung ist uns wichtig
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Bonndorf
Bonndorf
Bonndorf
Bonndorf
Bonndorf
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren