Die Kaufinteressenten für einen Bauplatz im Neubaugebiet Mittlishardt III stehen in den Startlöchern. Jetzt steht auch fest, welche Kosten auf die potenziellen Häuslebauer zukommen werden. Der Gemeinderat Bonndorf legte in seiner Sitzung am Montagabend den Grundstückspreis für die Bauplätze fest: Einstimmig wurde der Verwaltungsvorschlag – 110 Euro pro Quadratmeter – befürwortet.

Wie Nicole Messerschmid vom Stadtbauamt in der Ratssitzung informierte, liegen bereits für alle 26 Bauplätze im Neubaugebiet Mittlishardt III Reservierungen vor. Alle Interessenten werden von der Verwaltung am 21. Juni noch einmal zu einem Gesprächstermin eingeladen. Dann müssen sie sich entscheiden, ob sie tatsächlich einen Bauplatz kaufen wollen und wenn ja, welchen. Bürgermeister Michael Scharf ist sich sicher, dass mindestens zehn Baugrundstücke sofort verkauft werden können. Notartermine seien schon vorreserviert, so der Bonndorfer Rathauschef.

Zur Ermittlung der Grundstückspreise hat Nicole Messerschmid eine umfassende Kostenkalkulation erstellt. Demnach summierten sich die Kosten für die Erschließung des Neubaugebietes auf rund 1,992 Millionen Euro. Bei einer Nettobaulandfläche (verkaufbare Fläche) von 17 339 Quadratmetern ergibt sich dann ein Quadratmeterpreis von 114,86 Euro. Die Summe wurde von der Verwaltung abgerundet auf 110 Euro pro Quadratmeter, damit bietet die Stadt die Grundstücke zum selben Preis an wie im Baugebiet Mittlishardt II, 2. Abschnitt. Die künftigen Bauherren haben neben den Bauplatzkosten noch eine einmalige Hausanschlussgebühr in Höhe von 3000 Euro zu bezahlen.

Diesem Beschlussvorschlag stimmte das Gremium geschlossen zu. Die Größe der Bauplätze im Neubaugebiet Mittlishardt III variiert zwischen 532 und 825 Quadratmetern. Der Preis für den kleinsten Bauplatz beträgt 61 520 Euro, der größte kostet 93 750 Euro. Der überwiegende Teil der insgesamt 26 Bauplätze wird zwischen 70 000 und 80 000 Euro kosten. „Ich halte den Quadratmeterpreis für angemessen und bezahlbar“, sagte Bürgermeister Michael Scharf und fügte an: „Wir wollen, dass sich auch ein Normalverdiener den Traum vom eigenen Haus verwirklichen kann.“

Gernot Geng (Bürgerliste) konnte sich mit dem Vorschlag bestens anfreunden. Der Preis sei familienfreundlich und nahezu kostendeckend. Ein Plus brauche die Stadt beim Bauplatzverkauf auch nicht machen, so seine Meinung. Worüber sich Geng wunderte, war die Tatsache, dass in Bonndorf viele neue Wohnhäuser gebaut werden, aber dennoch kein Bevölkerungswachstum zu verzeichnen sei.

Als mögliche Erklärung dafür nannte der Rathauschef die hohe Zahl von 600 Zu- und Wegzügen im Jahr in Bonndorf. Außerdem verwies er darauf, dass die Einwohnerzahl in den Ortsteilen fallend sei, während die Zahl in der Kernstadt steige. Erhard Morath (CDU) machte darauf aufmerksam, dass immer weniger Personen in einer Wohnung oder einem Haus leben. Das bedeutet, die beanspruchte Wohnfläche pro Person steigt, nicht aber die Bevölkerungszahl.

Mit dem Bauplatzpreis von 110 Euro pro Quadratmeter war auch Max Nägele (CDU) einverstanden. Er lobte zudem die Tatsache, dass die Stadt die Bauflächen selbst vorhält und verkauft. Damit könne man möglichen Spekulanten entgegen wirken. Auf Nachfrage von Erhard Morath gab Nicole Messerschmid noch bekannt, dass beim Kauf eines Baugrundstückes eine relativ zügige Bebauung vertraglich geregelt sei. „Nach Abschluss des Kaufvertrages muss innerhalb von drei Jahren der Rohbau des Hauses stehen“, sagte die Bauexpertin.

Da nun in Kürze die ersten Kaufverträge für die Bauplätze in Gebiet Mittlishardt III abgeschlossen werden können, beschäftigte sich der Gemeinderat auch mit der Festlegung des Straßennamens im Gebiet. Schließlich sollten die Häuslebauer ja auch eine Adresse angeben können. Schon beim Baugebiet Mittlishardt II hatte man sich darauf geeinigt, dass man Sträucher als Namensgeber verwenden möchte. Für die neue Straße schlug die Verwaltung nun den Namen „Haselnussweg“ vor. Einen Gegenvorschlag machte Marie-Luise Adler (CDU), sie sprach sich für „Wacholderweg“ aus. Mit großer Mehrheit (17 Ja-, eine Neinstimme, eine Enthaltung) machte aber der Haselnussweg das Rennen.

Der Preis für einen Bauplatz im Neubaugebiet Mittlishardt III beträgt 110 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen einmalige Hausanschlussgebühren in Höhe von 3000 Euro. 26 Bauplätze stehen zur Verfügung, die Größe variiert zwischen 532 und 825 Quadratmetern. Der Preis für den kleinsten Bauplatz beträgt 61 520 Euro, der Größte kostet 93 750 Euro. Der überwiegende Teil wird zwischen 70 000 und 80 000 Euro kosten. Die Stadt hat in die Erschließung des Neubaugebietes 1,992 Millionen Euro investiert. Die Nettobaufläche umfasst 17 339 Quadratmeter. 2531 Quadratmeter sind öffentliche Verkehrsflächen, 66 Quadratmeter Grünstreifen.