Eigentlich hatte die Stadt Bonndorf in Sachen Breitbandanschluss die Devise herausgegeben: Wer nicht innerhalb des Aktionszeitraums einen Vertrag abschließt, bezahlt am Ende die tatsächlich anfallenden Kosten für den Glasfaseranschluss. Wie immer, gibt es aber Sonderfälle, und wie mit diesen umgegangen werden soll, das war nun Thema im Gemeinderat am Montagabend.

  • Sonderfall Nummer 1: Ein Hausanschlussvertrag geht nach dem Aktionszeitraum, aber noch vor dem Abschluss der städtischen Baumaßnahme im betreffenden Trassenabschnitt ein. In so einem Fall, so der Beschluss des Gemeinderats, wird ein Preis von 499 Euro erhoben (der Aktionspreis wäre bei 99 Euro gelegen). Neben dem höheren Preis muss der Grundstückseigentümer den Hausanschluss auch selbst erstellen. Zudem wird der Antrag von der Stadt nur dann angenommen, wenn der Anschluss ohne Mehraufwand für die Stadt möglich ist, sprich, an der zu bauenden Haupttrasse liegt.
  • Sonderfall Nummer 2: Hausanschluss für Baulücken (unbebaute Grundstücke): In diesem Fall sprach sich das Gremium dafür aus, dass ein Hausanschluss dann akzeptiert wird, wenn ein Bauantrag für das Grundstück bis zum Ende des Aktionszeitraums (Preis: 99 Euro) vorliegt. Wird ein Bauantrag nach Ende des Aktionszeitraums, aber noch vor Abschluss der städtischen Baumaßnahmen eingereicht, kostet der Anschluss 499 Euro.
  • Sonderfall Nummer 3: Der Hausanschlussvertrag geht nach Abschluss der städtischen Baumaßnahmen ein: Dann muss der Grundstückseigentümer die Vollkosten tragen, das heißt, die tatsächlich anfallenden Kosten, die ja nach Lage des Grundstücks differieren können. Auch diesem Verwaltungsvorschlag stimmte das Gremium zu.
  • Zwischenstand: Zum Breitbandausbau gab Bürgermeister Michael Scharf bekannt, dass das Interesse am Anschluss enorm ist. In den Ortsteilen liege die Anschlussquote bei über 95 Prozent, in der Stadt bei rund 90 Prozent.